Künstlerin: Nanette Genoud, ∗ 9.4.1907 Lausanne, † 30.11.1987 Lausanne
Technik: Originalfarblithografie, sehrwahrscheinlich ein Sujet aus der Ägyptenreise 1961
Grösse: 39 x 49 cm
Signatur: signiert unten rechts und unten links nummeriert. Blatt 58 von 200 Ex.
Zustand: gut erhaltener Zustand, kräftige Farben
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Nanette Genoud
Malerin, Zeichnerin und Lithographin, im SIKART aufgeführt.
Die 1907 in Lausanne geborene Jeanne-Pierrette, bekannt als Nanette Genoud, schrieb sich 1923 an der Kantonalen Zeichenschule, der späteren Schule für bildende und angewandte Kunst und dann der Kantonalen Kunstschule in Lausanne ein. Von 1924 bis 1925 hielt sie sich in Deutschland, in Freiburg im Breisgau auf, wo sie Malunterricht an der Lembke-Akademie nahm. Ab 1926 setzte sie ihre Ausbildung am Atelier-École Aubert in Lausanne fort. 1928 ging sie nach Paris, um ein Jahr lang an den Akademien Delécluse und Colarossi Unterricht zu nehmen. 1929 war sie in der Bretagne, wo sie zum ersten Mal mit dem Thema Meer in Berührung kam, das sich in ihren Arbeiten mit Porträts und Landschaften wiederfindet. 1931 stellte sie auf dem 49. jährlichen Salon der Malerinnen und Bildhauerinnen in Paris aus. Sie trat dem Schweizerischen Malerinnenverein im Jahr 1932 bei, und im folgenden Jahr der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten. Von 1936 bis 1938 erhielt sie zwei Stipendien, die es ihr ermöglichten, nach Griechenland und Italien zu reisen, wo sie Gelegenheit hatte, eine persönliche Ausstellung im Circolo Svizzero in Rom zu organisieren.
1943 gewann sie neben dem Publikumspreis auch den Schweizerischen Preis für Malerei. Ab 1947 präsidierte sie während zwei Jahren die Waadtländer Sektion des Schweizerischen Maler-, Bildhauer- und Dekorateurinnenvereins. 1952 wandte sie sich der Lithografie zu, die zu ihrer Lieblingstechnik wurde. Von 1956 bis 1964 unterrichtete sie akademisches Zeichnen an der Ecole des Beaux-Arts in Lausanne. Während einer Reise nach Ägypten im Jahr 1961 malte sie ein prächtiges Wandbild in der Rezeption eines großen Hotels in Kairo. 1958 wurde sie Mitglied der Ankaufskommission des Bundesdruckkabinetts. Sie starb 1987 in Lausanne.