Mittelalterlicher Ringkopf aus Bronze mit verbreiterter, annähernd rechteckiger Ringplatte. Die Ringschiene ist nicht erhalten. Die Ringplatte trägt eine eingeritzte pentagramm- bzw. sternförmige Verzierung aus sich überschneidenden Linien.
Solche Pentagramm-Ringe sind aus dem Mittelalter gut dokumentiert.
T. N. Pollio führt mehrere vergleichbare Exemplare aus Kupfer bzw. Kupferlegierung auf und beschreibt diesen Ringtyp als in verschiedenen Teilen Europas verbreitet. Das Pentagramm wird dabei als magisches bzw. apotropäisches Schutzzeichen interpretiert. Vergleichsstücke werden überwiegend in den Zeitraum vom 10. bis 15. Jahrhundert datiert.
Die Oberfläche zeigt eine dunkle bis grünlich-braune Alterspatina mit Fundbelag und altersbedingten Gebrauchsspuren. Die eingeritzte Verzierung ist noch deutlich erkennbar.
Material: Bronze
Objekt: Ringkopf / Ringfragment
Datierung: ca. 10.–15. Jahrhundert
Grösse: ca. 22 × 11 mm
Gewicht: 3,23 g
Zustand: Ringschiene fehlt, siehe Bilder
Ref. z. vergl.:
T. N. Pollio, Ancient Rings, S. 106–107 – mittelalterliche Kupfer- und Bronzeringe mit Pentagramm, beschrieben als magische bzw. apotropäische Ringform.
Herkunft und Legalitätsnachweis siehe Bilder.