Massiver spätmittelalterlicher Fingerring aus Kupferlegierung mit linsenförmiger bzw. spitzovaler Ringplatte. Die Ringschiene ist kräftig gearbeitet und verbreitert sich deutlich zum Ringkopf hin. Die mandelförmige Ringplatte zeigt ein eingraviertes abstraktes Ornament, welches kreuz-, stern- oder blütenartig wirkt. Die Oberfläche weist eine dunkle, altersgemäße Patina mit grünlichen und bräunlichen Korrosionsspuren sowie Fundbelag auf.
Ein interessantes Beispiel spätmittelalterlichen Ringschmucks mit abstraktem, möglicherweise symbolischem Dekor, vergleichbar mit Ringformen aus dem byzantinisch geprägten Raum des 15. Jahrhunderts.
Material: Kupferlegierung
Datierung: wohl 15. Jh. n. Chr.
Gesamtdurchmesser mit Ringkopf: ca. 22 mm
Innendurchmesser: ca. 16 mm
Ringplatte: ca. 19 × 10 mm
Gewicht: 5.82 g
Komplett erhalten, mit authentischer dunkler Patina, Fundbelag und altersbedingten Korrosions- und Gebrauchsspuren. Die Form ist gut erhalten, das eingravierte Ornament auf der Ringplatte ist noch erkennbar. Keine Restaurierungen erkennbar.
Die Bestimmung antiker und mittelalterlicher Ringe ist mit besonderen Herausforderungen verbunden, da viele Merkmale oft nur schwer eindeutig zuzuordnen sind. Für die Klassifizierung wurden Fachpublikationen, Vergleichsstücke und verfügbare Literatur herangezogen. Dennoch kann jede Bestimmung von antiken und mittelalterlichen Ringen abweichend interpretiert werden, da Form, Material und Verzierung variieren und nicht immer präzise einer Epoche, Kultur oder Bedeutung zugeordnet werden können. Bitte beachten Sie, dass die hier getroffene Einordnung daher eine fundierte, aber nicht unveränderliche Einschätzung darstellt. Dieser Ring stammt, nach Angaben des Auktionshauses, von einem Sammler, welcher seine Sammlung von Antiquitäten liquidierte.
Ref. z. vergl.: British Museum, Museum number AF.2309
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