Lebensdaten des Künstlers:
(1921 Emmenbrücke - Tremona 1996).
Max Weiss. Studie, 1980. Filzstift, rechts unten monogrammiert und datiert MW. 21 x 30 cm. In Passepartout: 50 x 38,5 cm. Lichtränder auf der Zeichnung.
Bei Anna Pianezzola Emery: «Max Weiss», in SIKART Dizionario sull'arte in Svizzera, 2017 (prima edizione 2005) steht u.a. :"Als Sohn des aus dem Elsass stammenden Kaufmanns Ludwig und der Bernerin Rosa Grunder fand Max Weiss sofort Zugang zur ländlichen Umgebung seiner Region. Von 1935 bis 1939 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Luzern. Um sich sein Studium zu finanzieren, kümmerte er sich um die Pferde im Stall von Hans Hofer. Die Lehrer Huttiger und Max von Moos lenken ihn – der erste in Richtung Bildhauerei und der zweite dazu, sich von der bloßen Realität zu lösen, um „die andere Seite der Dinge zu betrachten“, die fantastische und imaginäre. 1939 leistet er Militärdienst an der Grenze und erholt sich 1943 nach einem Unfall im Tessin. 1945 heiratet er die Journalistin Emilia Iten, die er an der Kunstgewerbeschule kennengelernt hatte, und zieht nach Cassina d’Agno im Tessin, wo 1945 Lorenzo, zwei Jahre später Petra und 1951 Irene geboren werden. Hier schafft er seine einzigen Holzskulpturen und modelliert zahlreiche Gipsmodelle, die er anschließend zerstört. Erste Gussarbeiten in der Gießerei Amici in Mendrisio. Ab 1947 lebt er in Tremona, einem Ort im Mendrisiotto, den er dank seines Freundes, des Malers Rolf Meyer, kennenlernt, wo er Freundschaften mit Bildhauern wie Lynn Chadwick, Olivier Strebelle, Kenneth Armitage und Xavier Corbero schließt, die von den Gießereien der Region angezogen wurden. Ab 1954 gewinnt er drei Jahre in Folge das Eidgenössische Stipendium für Bildende Künste. Seit Mitte der 1950er Jahre nimmt er an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen im Tessin, in der Deutschschweiz und in der Romandie teil (Luzern, Kunstmuseum, 1961, 1992; Zürich, Galerie Läubli, 1966; Stabio, Centro internazionale d’arte, 1983; Martigny, Fondazione Gianadda, 1991) sowie an bedeutenden Ausstellungen in der Schweiz und in Italien (Biel, 1954, 1966, 1970, 1975; Carrara, 1962; Vira Gambarogno, 1990). Einzelausstellungen ab 1962 in der Innerschweiz, im Tessin und in Spanien, wo er auf Einladung von Xavier Corbero zwei erfolgreiche Ausstellungen realisierte: 1963 in Madrid (Museo del Prado, Sala dell’Ateneo) und 1964 in Barcelona (Palacio de la Virreina). Es folgten Reisen nach Italien, in die Camargue und nach Irland. Ab Ende der 1960er Jahre verwendet Weiss neben Bronze und Stein auch Aluminium als Material für seine Skulpturen. 1993 findet eine Retrospektive im Park der Casa Rusca in Cureglia statt. 1997 öffnet seine Tochter Irene das Atelier in Tremona für die Öffentlichkeit, das einen bedeutenden Bestand an Werken des Künstlers (Zeichnungen, Studien, Originalgipsmodelle, Bronzen) beherbergt."
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