Bei diesem Gestellt handelt es sich um ein originales Schweizer Teller- beziehungsweise Wandgestell aus dem bäuerlichen Wohn- und Küchenbereich des späten 19. oder frühen 20. Jahrhunderts. Da es sich um ein Gestell aus der Verwandtschaft handelt, dürfte es aus dem Kanton Graubünden stammen (Prättigau).
Die Ausführung in Weichholz, vermutlich Fichte oder Tanne, die handwerklich ausgesägten Seitenwangen, die traditionellen Holzverbindungen sowie die über Jahrzehnte entstandene Patina sprechen klar für ein authentisches historisches Möbelstück. Masse: 64 cm hoch und 89.5 cm breit.
Solche Gestelle wurden ursprünglich zur Aufbewahrung und Präsentation von Tellern, Schüsseln oder Tüchern verwendet und waren vor allem in ländlichen Haushalten der deutschsprachigen Schweiz verbreitet. Die schlichte, funktionale Gestaltung deutet auf ein typisches Gebrauchsmöbel hin, das nicht repräsentativ, sondern für den täglichen Einsatz gedacht war. Die sichtbaren Gebrauchsspuren, kleinen Reparaturen, Flecken sowie die natürliche Alterung des Holzes verleihen dem Stück einen glaubwürdigen historischen Charakter. Aufgrund von Stil, Konstruktion und Material dürfte das Gestell ungefähr zwischen 1880 und 1920 entstanden sein.