Solche Geräte waren besonders im 18. und 19. Jahrhundert unverzichtbar, um den Docht von Kerzen zu kürzen (zu „putzen“), damit diese nicht rußten oder flackerten. Es handelt sich um ein scherenartiges Werkzeug mit einem kleinen, aufgesetzten Kasten. Beim Zusammendrücken schneiden die Klingen den Docht ab, und der abgeschnittene Teil fällt sicher in den Behälter, um Brandflecken oder Geruch durch glimmende Dochtstücke zu vermeiden. Das Objekt steht auf kleinen Füßen, damit die rußigen Klingen nach dem Gebrauch nicht die Tischdecke oder Möbeloberfläche berühren. Vermutlich stammt dieses Werkzeug aus dem Viktorianischen Zeitalter oder sogar dem Spätbarock (Ende 18. Jahrhundert).