das herz meines feindes
Zwistigkeiten zwischen ihr und Corbett, als ob er von den Problemen seines Bruders profitierte. Nun, wie sehr würde er sich freuen, wenn sie sie sogar noch größer darstellte, als sie waren?
Lilliane nahm sich nicht die Zeit, sich die Kons e quenzen ihrer Handlungsweise bewusst zu machen, als sie Sir Hughe den Krieg erklärte. Sie wusste nur, dass er immer noch ihr Feind war – trotz ihrer Heirat mit seinem Bruder. Sie nahm an, dass er aus irgendeinem Grund auch Corbetts Feind war.
»Ich fürchte, Corbett ist ein misstrauischer Mensch«, be kannte sie langsam. Dann warf sie ihm einen langen Blick zu. »Ich würde nicht fragen…« Sie zögerte, dann musste sie ein Lachen unterdr ü cken, als sie den lüsternen Ausdruck auf Hughes Gesicht sah. »Neigte… neigte Corbett immer schon zum Trinken?«
Wenn Lilliane vorher Belustigung empfunden hatte, so verflüc h tigte diese sich beim Anblick der Befriedigung, die wie ein Blitz über Hughes mageres Gesicht huschte, vollends. Jegliche Zweifel über Hughes wahre Gefühle seinem Bruder gegenüber waren damit aus dem Weg geräumt. Trotz all seiner Höflichkeit und sogar brüde r lichen Sorge hatte er ein perverses Vergnügen an Corbetts Untergang.
Hughe lächelte gedehnt und ließ seinen abschä t zigen Blick über sie hinweggleiten. »Er hatte schon immer einen wilden und rüc k sichtslosen Zug. Er war ein eifersüchtiger und grausamer Junge. Zweifellos ist er zu einem eifersüchti gen und grausamen Mann herangewachsen.« Letzteres war eine Feststellung, obwohl er fragend die Augenbraue hob.......