Ist geknickt, ansonsten ungebrauchtes Exemplar
Inhalt in einem Satz: Der sechzigjährige stellvertretende Minister Zhang Siyuan blickt nach den traumatischen Wirren der chinesischen Kulturrevolution auf die radikalen Wandlungen seiner eigenen Identität und die schmerzhaften Brüche in seinem Leben zurück.
Die Handlung und die Metapher des Schmetterlings:
Die philosophische Frage: Der Titel bezieht sich direkt auf das berühmte daoistische Gleichnis des altchinesischen Philosophen Zhuangzi, der träumte, ein Schmetterling zu sein, und nach dem Aufwachen nicht wusste, ob er ein Mensch war, der träumte, ein Schmetterling zu sein, oder ein Schmetterling, der träumt, ein Mensch zu sein.
Die Wandlung des Zhang Siyuan: Genauso ergeht es der Hauptfigur. Zhang Siyuan sinnt darüber nach, wer er im Laufe der letzten dreißig Jahre eigentlich war. War er der mächtige, im Luxus lebende Vizeminister, der in einer prunkvollen Limousine durch die Metropole chauffiert wurde? Oder war er der ausgestoßene, gedemütigte Sträfling, der während der Kulturrevolution aufs Land geschickt wurde, um dort unter einfachsten Bedingungen als Bauer Mist zu schaufeln?
Bewusstseinsstrom (Stream of Consciousness): Der Text bricht mit dem starren, sozialistischen Realismus Chinas. In rasanten Rückblenden, inneren Monologen und Bewusstseinssprüngen seziert Wang Meng das seelische Trauma einer ganzen Generation von Parteikadern und Intellektuellen, die zwischen glühendem Kommunismus, brutaler Verfolgung und dem Verlust ihrer Familien gefangen waren.
Verlag für fremdsprachige Literatur Beijing. 1986
TB mit 116 S.
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