The Big Short (Originalverpackt)


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Lettera Posta B, CHF 1.95
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6 anni

Formato

DVD

Tipo di media

Lungometraggi

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Nuovo e nell'imballaggio originale


OFDB Filmkritiken:


Es gibt dieses Jahr (oder letztes Jahr, wenn man den US-Release nimmt) sicher bessere, perfektere Filme - aber "The Big Short" ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Wichtigste. Die unglaubliche aber wahre Geschichte über den Kollaps des Immobilienmarktes & der immer noch andauernden (Selbst-)Zerstörung der Weltwirtschaft, ist einfach erschütternd, aktueller als man denkt & wachrüttelnd. Man merkt jederzeit wieviel Herzblut & eigenes Wissen der Regisseur Adam McKay hier reingesteckt hat, seine Wandlung von eher flachen, sehr amerikanischen Komödien ("Anchorman"), zu einem sarkastischen, teilweise schockierenden (Welt-)Drama ist beachtenswert. Mit einem grandios aufgelegten All-Star-Ensemble rund um sagenhafte, wandelbare Darsteller wie Carell & Bale, als mitreißende, extrem clevere aber im Endeffekt hilflose Nerds & Außenseiter, wird ein kompliziertes & trockenes Thema, saftig, giftig & scharf gezeichnet. Man muss gar nicht alles verstehen & ebenso wenig Finanzexperte sein, um den Film schockiert, traurig & verärgert zu verlassen. Was ein Scheisssystem, dem wir alle untergeordnet sind... Selbst Optimisten sind hier nach erstmal platt. So etwas Kritisches kommt selten aus Hollywood!


Der Film ist etwas lang geraten, wiederholt sich manchmal & ist teilweise zu breit aufgestellt mit verschiedensten Handlungssträngen, sodass man trotz knackigem Tempo & vielen visuellen, sehr coolen Kniffen/Ideen (z.B. passend zur hektisch-faulen Finanzwelt, extra mies & unruhig geschnitten oder kurze Schnipsel unbedeutend-dummer Popkultur, die zeitliche Einordnung erleichtern & verdeutlichen, auf welch unwichtige Dinge wir wert legen) schon Geduld braucht. Aber wie gesagt: das Thema geht uns alle an & ist noch lange nicht vorbei, das ist für mich der größte Horror. Man braucht kein Bänker zu sein, kein Haus haben oder ein dickes Bankkonto, nicht in Amerika leben oder Chef einer Firma sein. Richtig schockierend wird der Film in seinem fast depressiven Ende, gespickt mit Verlierern, auch wenn manche davon nun reich sind. 


Schuldige werden nicht bestraft, das System dreht sich in seiner tödlichen Spirale immer weiter, Länder gehen pleite, Menschen lernen nichts, Gier wächst weiter, Flüchtlingsströme, Dummheit & Kriege hören nicht auf, die Welt bleibt in Unruhe. Alles auf den Schultern von uns, der ganz normalen Bevölkerung, oder noch schlimmer, sogar den Ärmsten der Armen. All das spricht der Film an, zeichnet noch lange kein Ende & macht mir Angst. Selten bin ich so unruhig aus einem Kinosaal gegangen. Ein Finanzthriller & ein Zeigefinger aus stinkenden Dollarscheinen. Zwar war ich schon immer der Meinung, Geld ist zum Ausgeben da & das System balanciert schon lange am Klippenrand, was aber nur wenig vom Schock nimmt. Ein Schock & brutaler Aufschlag, der uns eigentlich allen bewusst ist, wir nur dessen Eintreten abwarten. Hilflos wie ein Selbstmörder bei seinem letzten Fall...


Fazit: sarkastisch, düster, schockierend - kurz gesagt: wir sind am Arsch! ;) Ein verkompliziertes Thema ziemlich genial aufbereitet, sodass man hilflos lacht & dabei verdammt wütend wird! Die fiese andere Seite der "Wolf of Wall Street"-Medaille, dessen faulen Gestank wir schon immer in der Nase hatten. 

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1323312958

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