Frühes 20. Jahrhundert, sino-tibetischer Kontext.
Thangka. Bemalte Leinwand.
Maße: 104 x 27 cm; 106 x 29 cm (gerahmt).
Das Zentrum des Gemäldes bildet eine Buddha-Figur vom Typus des „Amitayus“, einem Symbol für Langlebigkeit und Weisheit, das unter anderem in der nepalesischen Kunst weit verbreitet ist.
Der Buddha sitzt im Lotussitz, einer meditativen und gelassenen Haltung, mit den Händen im Schoß, die Daumen zusammengeführt. Er ist in einem himmlischen Reich dargestellt, das durch einen goldenen Heiligenschein vom irdischen Raum getrennt ist. Im unteren Teil scheint sich eine Szene der Dualität zu entfalten: Tierische und monströse Gestalten greifen links eine nackte Figur an, während rechts eine andere Figur im Lotussitz meditiert. Dieser Figurentypus wiederholt sich im oberen Teil der Komposition. Die rhythmische Wiederholung dieser Motive sowie die unvollständige Architektur und Landschaft lassen vermuten, dass es sich um das erhaltene Fragment einer größeren Komposition handelt.
Thangkas, gemalte Kompositionen auf Stoff, wurden für Schreine oder Familienaltäre angefertigt und gelegentlich bei Prozessionen zu wichtigen Festen oder Ritualen mitgeführt.