Friedrich Arnold Stauffer (* 29. August 1892 in Gümligen, Gemeinde Muri bei Bern; † 6. September 1980 in Thörishaus, Gemeinde Köniz) war ein Schweizer Maler, Zeichner und Grafiker.
Ein Meisterwerk aus seiner besten Schaffenszeit 1942
signiert Stauffer 42 oben links und unten rechts FStauffer
Herren Portrait (wer kennt ihn?)
Masse ohne Rahmen 120x100
Masse mit Rahmen 137x117
Zustand wie auf den Fotos
Rahmen gratis (der Rahmen alleine kostete bestimmt 1-2000.- oder noch mehr)
Viel Spass beim bieten
Leben:
Fred Stauffer wuchs in Gümligen und Bern auf. Sein Vater war der Lehrer Arnold Stauffer, seine Mutter war Margrith geb. Reber. Ab 1908 besuchte er das reformpädagogische Lehrerseminar in Hofwil. Dort hatte er Zeichenunterricht bei Emil Prochaska und Musikunterricht bei Hans Klee, dem Vater von Paul Klee. Nach einer Lehrertätigkeit an der Schule Chapf in Eggiwil besuchte er ab 1914 die Zeichenklasse von Walter Georgi an der Kunstakademie Karlsruhe. Von 1915 bis 1916 ging er an die Kunstakademie München bei Franz von Stuck.[1] In München begann die Freundschaft mit Alfred Glaus und mit Augustin Meinrad Bächtiger. In den Münchner Galerien waren zu jener Zeit die Werke von Edvard Munch ausgestellt, die Fred Stauffer stark beeindruckten.
Nach seiner Rückkehr 1916 in die Schweiz lernte er in den Abendkursen von Ernst Linck das Aktzeichnen. In dieser Zeit schrieb Fred Stauffer Gedichte, Theaterstücke und Kritiken. 1921 heiratete er Ruth Classen (1895–1974), die 1936 ebenfalls eine Laufbahn als Malerin und Mosaizistin einschlug. Fred Stauffer war langjähriges Mitglied der GSMBA, seine erste bedeutende Ausstellung war die Teilnahme an der Jahresausstellung der GSMBA 1919 im Kunsthaus Zürich. 1925 stellte er in der Kunsthalle Bern zusammen mit Giovanni Giacometti, Victor Surbek, Eugen Zeller und Carl Angst aus. 1926 erfolgte die Teilnahme an einer Ausstellung im Glaspalast München. Ebenfalls 1926 war Fred Stauffer an der Biennale Venedig vertreten.[3] In der Folgezeit konnte Fred Stauffer an allen bedeutenden Museen in der Schweiz ausstellen, beispielsweise in der Kunsthalle Basel (1938), im Kunstmuseum Luzern (1939) oder im Kunstmuseum Bern (1944 und 1951).
Fred Stauffer hatte zunächst verschiedene Wohnsitze in der Schweiz, unter anderem in Köniz, Arlesheim oder Spiez. Er unternahm zahlreiche Reisen nach Frankreich, den Niederlanden, nach Deutschland und Italien. Ab 1943 wohnten die Stauffers dauerhaft in der Stadt Bern. In diesem Jahr erschien auch die erste Monografie über Fred Stauffer von Walter Hugelshofer.[4]
Werk von Fred Stauffer: Portrait von Max Müller, Öl auf Leinwand, 1952
1952 und 1962 hatte Fred Stauffer Einzelausstellungen in der Kunsthalle Bern. Im Jahr 1959 nahm er an der Ausstellung Premio il Fiorino in Florenz teil. Nach dem Tod seiner Frau 1974 zog er 1977 zu seinem Sohn Hans Stauffer nach Thörishaus. Dort starb er 1980. Ruth Stauffer hatte mehrere Ausstellungen zusammen mit ihrem Mann.
Erholung und Inspiration suchte der Maler meistens in Lauenen oder auch am Thunersee. 1958 baute er in Lauenen sein eigenes Chalet. Das in saftigem Grün gehaltene Ölgemälde Gewitterstimmung in Lauenen (1945) ist von diesem Ort inspiriert. Stauffer wurde farbiger und expressiver. Dies zeigte sich auch in den Kreide- und Ölstiftzeichnungen. Die Zeitung Der BUND schrieb anlässlich einer Ausstellung in der Könizer Galerie 1989: Wer Stauffer zum Beispiel als Maler von Schneematschlandschaften in Erinnerung hat, den erstaunen die flammenden Farben, die hier expressiv den Charakter einer Landschaft einfangen.[5] Allerdings blieb Fred Stauffer seinem eher gegenständlich orientierten Stil im Wesentlichen treu, die modernen Entwicklungen mit all ihren zahlreichen experimentellen Facetten und Abstraktionen ging er nicht mit.
Auch nach seinem Tod wurden Fred Stauffers Werke immer wieder ausgestellt. Anlässlich der bisher umfangreichsten Ausstellung in der Fondation Saner[6] in Studen bei Biel kam 2007 die neue Monografie von Anna M. Schafroth heraus. Auch die Kunstsammlung Hans & Marlis Suter würdigte den Maler und Grafiker in zwei Ausstellungen: 2007 zusammen mit Victor Surbek und Hugo Wetli im Wichterheerghut in Oberhofen und 2015 zusammen mit Albert Schnyder im Hochhüs in Steffisburg.