Serge Poliakoff
Lithographie in Schwarz
Komposition in Schwarz und Weiss, 1962
Bildgrösse: 39 x 45 cm
Papier: BFK Rives 58 x 62 cm
Rahmengrösse: 68 x 74 cm
Auflage: 60 signierte und nummerierte Abzüge, 7/60
Drucker: Erker-Presse, St. Gallen
Verleger: Bodensee-Verlag, Amriswli
Guter Zustand, gerahmt mit Passepartout und entspiegeltem UV-Schutzglas.
Serge Poliakoff war eine Schlüsselfigur der Nachkriegsabstraktion und ein wichtiges Mitglied der Neuen Schule von Paris – jener Künstlergeneration, die auf Pablo Picasso, Joan Miró und die erste Welle der europäischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts folgte. Nachdem der gebürtige Russe 1962 die französische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, präsentierte er seine Werke im französischen Pavillon der Biennale von Venedig. Er malte abstrakte Leinwände in leuchtenden Farben, die vermutlich von den religiösen Ikonen inspiriert waren, denen er als Kind in Russland begegnet war. Sein Stil wird meist mit dem Tachismus in Verbindung gebracht, der als europäische Antwort auf den Abstrakten Expressionismus galt. Nach der Russischen Revolution von 1917 floh Poliakoff aus seiner Heimatstadt Moskau und trat als reisender Musiker in ganz Europa auf, bis er sich schliesslich in Paris niederliess. Die Werke von Wassily Kandinsky sowie von Sonja und Robert Delaunay beeinflussten massgeblich seine Verwendung asymmetrischer Formen und kräftiger Farben. Ab den 1940er Jahren wurde sein Stil durch ineinandergreifende Farbflächen geprägt.
Von grossen Museen gesammelt:
Museum of Modern Art (MoMA), Centre Pompidou, Tate, Solomon R. Guggenheim Museum, Louisiana Museum of Art, Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Museo Reina Sofia, Art Institute of Chicago, Moderna Museet Stockholm