Ein wirkliches Museumsstück ist diese exquisit gearbeitete Schmuckschatulle aus Karlsbad‑Sprudelstein (Aragonit). Die naturbelassene Oberfläche zeigt ein faszinierendes Farbspektrum von reinem Weiss bis zu warmen Brauntönen und ein lebhaftes, strukturiertes Mosaik aus abwechselnd groben und feinen, abgerundeten Stücken.
Auf der Vorderseite befindet sich ein dekoratives Schlüsselloch mit Schild sowie ein schlanker Knauf zum Öffnen des Deckels; der originale Schlüssel ist nicht mehr vorhanden.
Der Aragonit entstand in mineralreichen heissen Quellen und ist durch charakteristische Streifen geprägt, die durch die Oxidation eisenhaltiger Verbindungen über lange Zeiträume entstanden sind. Die kleinen weißen Körnchen sind Pisolithen, die der Oberfläche zusätzliche Tiefe und Charakter verleihen.
Sprudelstein‑Objekte reichen bis ins späten 17. Jahrhundert zurück und erlebten im 19. Jahrhundert als beliebte Souvenirs ihre Blütezeit. Bedeutende Sammler wie Goethe trugen zur Wertschätzung dieser Stücke bei, wodurch sie zu gesuchten Sammlerstücken wurden.
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