Rudolf Epp Maler des Realismus Ein wunderschönes Stück, Fantastisches Porträt einer Dame
Rudolf Epp (* 30. Juli 1834 in Eberbach; † 8. August 1910 in München) war ein deutscher Maler des Realismus, der als Teil der Kunst gilt der Münchner Schule.
27 cm x 32 cm Inklusive goldenem Holzrahmen.
Originales Öl-auf-Holz-Gemälde.
Gerahmt, vom Künstler signiert, unten links
Zustand: Sehr Gut - aufhängefertig!
Sehr Schönes Gemälde!
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Rudolf Epp – Leben und Werk
Abstammung Epps Vorfahren stammten aus dem Allgäu, wo um 1470 erstmals ein Jörg Epp in Auerberg bei Bernbeuren urkundlich als Bauer in Steuerbüchern erwähnt wurde. Der älteste nachweisbare direkte Vorfahr ist der in Stöttwang lebende Bauer Martin Epp († 1690). Dessen Sohn, der Maurermeister Franz Epp (1681-1753), zog um 1714 mit seiner Frau Ursula nach Eberbach am Neckar. Die nachfolgenden vier Generationen waren als Maurer tätig, wobei beginnend mit Epps Urgroßvater Jakob Epp (1755-1822) auch eine künstlerische Begabung auszumachen war, die sich im Nebenberuf Maler oder Tüncher äußerte.
Kindheit Karl Rudolf Epp wurde am 30. Juni 1834 in Eberbach am Neckar als erster Sohn des Maurer- und Tünchermeisters Johann Jakob Epp (1809-1877) und der Eva Katharina Epp geb. Rottengatter (1806-1858) geboren. Die Familie war kinderreich, die Mutter brachte insgesamt zehn Kinder zur Welt. Die Lebensverhältnisse der Familie waren einfach, gleichwohl kam der junge Rudolf bereits von Kindesbeinen an mit den Gemälden seiner Verwandten in Kontakt. Er besuchte die Konfessionsschule in Eberbach und war anschließend zwei Jahre Lehrjunge im älteren Betrieb, während er gleichzeitig vielleicht auch noch die Eberbacher Real- und Nachtschule zur Weiterbildung besuchte.
Die Familie erkannte das künstlerische Talent des Erstgeborenen, doch fehlte es zunächst an Mitteln zur Förderung. Weder gab es um 1850 eine Kunsthochschule in Baden, noch verfügte die Familie über ausreichend Geld. Mit der Vermittlung (und wohl auch finanzieller Unterstützung) des Eberbacher Pfarrers Landolin Braun kam Rudolf Epp 1851 an die Großherzogliche Zeichenschule im Hessischen Darmstadt, wo er von Carl Ludwig Seeger (1808–1861) unterrichtet wurde. Zu Seegers Unterrichtsmethoden zählten u.a. das perspektivische Abzeichnen von antiken Gips-Plastiken und das Malen im Freien.
Student in Karlsruhe 1854 war bereits der badische Prinzregent Friedrich I. auf Epp aufmerksam geworden und lernte von diesem in Eberbach ein Bild, später ließ er sich auch von Epp porträtieren. Der Prinzregent gründete ebenfalls 1854 die Kunstschule in Karlsruhe, für die Epp sich umgehend bewarb. Der Prinzregent stellte Epp sogar vom Militärdienst frei, damit dieser sein Studium nicht zu unterbrechen brauchte. In Karlsruhe stehen in der Elementarklasse neben theoretischen Vorlesungen das Kopieren von Vorlagenblättern Johann Wilhelm Schirmers (1807-1863) und Proportions- und Figurenstudien bei Ludwig Des Coudres (1820-1863) auf dem Lehrplan. Im weiteren Verlauf des Studiums besuchte Epp die Figurenklasse bei Des Coudres und die Landschaftsklasse bei Schirmer.
Sein Studium musste Epp selbst finanzieren, wofür er ab dem ersten Studienjahr vor allem Kopien von Altmeistergemälden anfertigte und über den Karlsruher Kunstverein verkaufte, der selbst Werke von Epp für Verlosungen schaffte. Weitere Einnahmen hatte Epp während seiner Studienzeit aus mehreren Stipendien.
Als der Deutsche Bund 1859 wegen des Sardischen Krieges die Mobilmachung ausrief, wurde Epp als Reservist eingezogen und mit seiner Einheit an den Kaiserstuhl verlegt. Nach sechs Wochen wurde er aufgrund eines großherzoglichen Auftrages zurück nach Karlsruhe berufen, wo er sein Studium beenden konnte. Die letzte Zeit seines Studiums ab etwa 1859 hatte Epp als Meisterschüler ein eigenes Atelier in Karlsruhe. Seine Werke jener Jahre begannen, einen eigenen Stil aufzuweisen. Seine Finanzen reichen aus, um sich Reisen in den Schwarzwald und nach München leisten zu können.
Umzug nach München 1863 übersiedelte Rudolf Epp gemeinsam mit seinem Studienfreund Ludwig Vollmar (1842-1884) in die bayerische Hauptstadt, die als Zentrum der Kunst galt. Dort gab es einen Kunstmarkt mit Galerien und Auktionshäusern, eine staatliche Kunstförderung durch Museumsneubauten und Verkaufsausstellungen sowie eine Menge Fotografen und Publikationen, die die Werke der Künstler halbieren. Schließlich fanden Maler wie Epp und Vollmer in Oberbayern auch die bäuerlich-ländlichen Motive, die künftig ihr Werk bestimmen würden. Als Startkapital für den Neubeginn wurden beiden Malern 300 Gulden vom Fonds für Künste und Wissenschaft des Großherzogtums Baden gewährt.