LXXIX Neujahrsblatt herausgegeben von der Feuerwerker-Gesellschaft in Zürich auf das Jahr 1884. Orell Füssli 1884. 52 Seiten. Broschur. 22,5x28,5cm.
- Erinnerungen aus dem Leben des General Majors Jakob Christoph Ziegler
- Chronik der schweizerischen Artellerie von 1881 und 1882
Jakob Christoph Ziegler war der Sohn des Jakob Christoph Ziegler, Landökonoms und Gutsbesitzers in Neftenbach, und der Anna Elisabetha Escher vom Glas. In einem Schweizerregiment in französischen Diensten erhielt Ziegler 1785-1791 eine militärische Ausbildung und wechselte 1792 – wohl anlässlich der Auflösung aller Schweizer Truppen nach dem Tuileriensturm – in kaiserlich-österreichische und in Zürcher Dienste. 1795 heiratete Ziegler Johanna Margaretha Meiss von Teufen, Tochter des Hans Meiss von Teufen, Gerichtsherrns in Teufen (ZH). Das Paar hatte acht Kinder.
Im Zuge des aufflammenden Widerstands gegen neue Massnahmen der Helvetischen Republik avancierte Ziegler im Mai 1799 ungeplant zum Anführer der Einheimischen von Neftenbach im Kampf gegen französische Truppen, worauf er in Abwesenheit von einem französischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt wurde. Nach dem Abzug der Franzosen aus Zürich am 6. Juni 1799 (Schlachten bei Zürich) hob er ein Bataillon von Schweizern aus, mit welchem er in englischem Sold und unter österreichischer Führung bis zum Frieden von Lunéville am 9. Februar 1801 gegen die Franzosen kämpfte. Bei der Beschiessung der Stadt Zürich im September 1802 durch helvetische Truppen, die Joseph Leonz Andermattunterstanden, leitete Ziegler einen Teil der Stadtverteidigung und beteiligte sich mit seinem Bataillon am Feldzug gegen die helvetische Regierung (Stecklikrieg), der bis in den Oktober 1802 dauerte. Nach dem Machtwechsel wurde er zum Oberst der eidgenössischen Truppen befördert.
Titel Lose - leichte Stockflecken - guter Zustand
(C3)