Eindrückliches Original von Irene Curiger.
unten rechts signiert
verso handschriftlich betitelt.
Rahmengrösse: 42.5 x 53 cm
Technik: Mischtechnik Öl/Gipsgaze(?)
Angeben zur Künstlerin: Irene Curiger (∗ 20.3.1935 Zürich)
Irene Curiger (*1935) ist eine Schweizer Malerin, die seit 1976 in Winterthur lebt. Nach ihrer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich und internationalen Studien prägten Reisen nach Afrika, Asien und Amerika ihre abstrakte Malerei. Ihre Werke zeichnen sich durch erdige Pigmente, subtile Farbigkeit und eine offene, atmosphärische Bildsprache aus. Curiger ist seit 1987 Mitglied der Künstlergruppe Winterthur.
Ausbildung und künstlerische Prägung
Irene Curiger wurde 1935 in Zürich geboren. Von 1959 bis 1961 studierte sie abstrakte Malerei an der Kunstgewerbeschule Zürich bei Hans Neuburg und Henry Wabel. Weitere Impulse erhielt sie an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg, wo sie bei Giselbert Hoke und Paul Rotterdam studierte.
Bereits ihr Vater förderte ihr frühes zeichnerisches Talent. Als entscheidend für ihre malerische Entwicklung erwies sich in den 1970er-Jahren die Begegnung mit dem Werk von Antoni Tàpies in der Zürcher Galerie Maeght. Dessen Umgang mit Materialität, Zeichen und Fragmenten wurde zu einem wichtigen Referenzpunkt für Curigers eigene Bildsprache.
Winterthur und ihr künstlerisches Umfeld
Mitte der 1970er-Jahre zog Irene Curiger aus privaten Gründen nach Winterthur. Entgegen dem damaligen Ruf der Stadt als «Kunstprovinz» fand sie hier ein lebendiges Umfeld vor. Sie war mit der Künstlerin Heidi Bucher befreundet und stand im Austausch mit dem polnischen Maler Krzysztof Pecinski sowie dem Eisenplastiker Silvio Mattioli.
1987 wurde Curiger in die Künstlergruppe Winterthur aufgenommen und dies obwohl sie dem damaligen Präsidenten Manfred Schoch bei der alles entscheidenden Atelierbegehung durch die Prüfungskommission versehentlich Rotwein übers Hemd kippte. Während seiner Präsidialzeit betreute sie das Aktuariat der Gruppe. Sie engagierte sich zudem früh in nationalen Künstler:innenorganisationen. Irene Curiger hatte wenig Schwierigkeiten damit, sich in der männlich dominierten Künstlerwelt zu behaupten.
Werk und künstlerische Haltung
Seit 1974 arbeitet Irene Curiger als freischaffende Künstlerin. Umfangreiche Reisen nach Afrika, Asien, Ägypten und in die USA erweiterten ihren Horizont nachhaltig. Besonders die Auseinandersetzung mit Afrika beeinflusste ihre Malerei. Erfahrungen des Fremden und Geheimnisvollen verdichten sich in einer unverwechselbaren, abstrakten Bildsprache.
Curigers Werke entstehen häufig mit Erdpigmenten und Bindemitteln. Subtile Ocker- und Erdtöne lassen die Bildflächen vibrieren und öffnen den Raum ins Unendliche. Ornamentale Schleifen und Zeichen erscheinen als Reminiszenzen fremder Kulturen, während flächige Kompositionen harmonische Ordnungen – bis hin zum Goldenen Schnitt – andeuten. Schönheit versteht Curiger dabei auch als Möglichkeit, die Zumutungen und Schrecken der Welt auszuhalten.
In den 1980er- und 1990er-Jahren fanden ihre Arbeiten grosse Resonanz bei öffentlichen und privaten Sammlungen, obwohl die Malerei in dieser Zeit von Teilen der Kunstkritik für überholt erklärt wurde.
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
Irene Curiger erhielt 1983 den Ersten Preis an der Kunstausstellung in Helsinki sowie 1987 die Auszeichnung «Kunst in der Stadt Winterthur». Seit 1979 ist sie Mitglied von visarte zürich, seit 1987 gehört sie der Künstlergruppe Winterthur an.