Hundertwasser Friedensreich


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Città

Vienna

Nazione

Austria

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Usato


Friedensreich Hundertwasser Länge 30 cm / Höhe 24 cm


Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt (bürgerlich: Friedrich Stowasser, * 15. Dezember 1928 in Wien; † 19. Februar 2000 an Bord der Queen Elizabeth 2 vor Brisbane) war ein österreichischer Künstler,[1] der vorrangig als Maler, aber auch in den Bereichen Architektur und Umweltschutz tätig war. Seinen Künstlernamen Hundertwasser bildete er 1949 aus seinem bürgerlichen Namen durch die scheinbare Eindeutschung der ersten Silbe – sto ist in slawischen Sprachen das Wort für „hundert“.[2] Den künstlerischen Vornamen Friedensreich leitete er aus seinem Taufnamen Friedrich (Fried = Frieden mit dem Fugen-s und von rich = reich) ab.

Künstlerisch trat er zeitlebens als Gegner der „geraden Linie“ und jeglicher Standardisierung auf. Das zeigt sich insbesondere bei seinen Arbeiten im Bereich der Baugestaltung, die sich durch fantasievolle Lebendigkeit und Individualität, vor allem aber durch die Einbeziehung der Natur in die Architektur auszeichnen.


Friedensreich Hundertwasser war das einzige Kind des Ingenieurs Ernst Stowasser und dessen Ehefrau Elsa. Die Familien stammen väterlicherseits aus Böhmen und mütterlicherseits aus Mähren. Kurz nach seinem ersten Geburtstag verstarb sein Vater an einer Blinddarmentzündung, sodass ihn seine Mutter alleine aufzog. Mit sieben Jahren kam er auf die Montessori-Schule in Wien. Die dortigen Kunsterzieher attestierten ihm „außergewöhnlichen Formen- und Farbensinn“. Hundertwasser wurde 1935 katholisch getauft. Nach dem Anschluss Österreichs wurde er mit zehn Jahren in die Hitler-Jugend aufgenommen. Da Privatschüler nach außen hin eher auffielen, ließ Elsa Stowasser ihren Sohn auf eine staatliche Wiener Schule wechseln.


Gedenktafel am Haus Obere Donaustraße 12

Von den Nationalsozialisten wurde er zusammen mit seiner Mutter in das Haus Obere Donaustraße 12 in Wien II (Leopoldstadt) zwangsumgesiedelt. Im Gegensatz zu seiner Großmutter mütterlicherseits, die Jüdin war, und den rund 70 anderen Verwandten überlebten die beiden den Nationalsozialismus.

Nach seiner Matura am Bundesgymnasium Horn[3][4][5] im Jahr 1948 besuchte er im Wintersemester 1948/49 für drei Monate die Wiener Akademie der bildenden Künste. Dort begann er seine Werke mit dem Künstlernamen Hundertwasser zu signieren. Kurz nachdem er sein Studium abgebrochen hatte, reiste Hundertwasser im April 1949 zum ersten Mal nach Italien. Dort lernte er den französischen Künstler René Brô kennen. Gemeinsam reisten sie 1950 bis nach Paris. Weitere Reisen führten Hundertwasser nach Marokko (erste Jahreshälfte 1951), nach Tunesien und nach Sizilien.

Die Eindrücke der Reise nach Nordafrika wurden für seine Malerei in besonderem Maße bestimmend, wie auch die Begegnung mit den Werken von Egon Schiele, Paul Klee und Walter Kampmann. In den 1949 in Italien entstandenen Aquarellen treten die „glasklirrenden, durchsichtigen Seelenbäume“ Kampmanns in Erscheinung, und in ihnen klingt bereits die Bedeutung an, die der Baum, die Vegetation, die „beseelte Natur“ in Hundertwassers Werk und in seinem Denken einnehmen werden.[6]

Der Einzelgänger Hundertwasser reiste während seines Lebens viel und gern und lernte Englisch, Französisch und Italienisch. Außerdem sprach er ein wenig Japanisch, Russisch, Tschechisch und Arabisch. Stets hatte er einen Miniaturmalkasten bei sich, um überall und sofort malen zu können. Seine ersten Ausstellungen hatte Hundertwasser 1952 und 1953 in seiner Heimatstadt Wien, 1955 in Mailand sowie 1954 und 1956 in der Galerie Facchetti in Paris.

In den 1950er-Jahren lebte Hundertwasser in Paris. Er setzte sich mit der herrschenden Avantgarde auseinander, als aktiver Teilnehmer am aktuellen Diskurs zwischen geometrischer und expressiver Abstraktion, Informel und aufkeimendem Nouveau Réalisme. Zu den wichtigsten persönlichen Kontakten zählten unter vielen anderen Michel Tapié und Yves Klein sowie die Kritiker Pierre Restany und Julien Alvard. Als Reaktion auf den Tachismus der École de Paris mit seiner automatistisch-gestischen, zufall-gesteuerten Arbeitsweise formulierte er seine eigene Sicht, den „Transautomatismus“, in dem es nicht nur um ein neues Entstehen von Kunst geht, sondern auch um ein neues Wahrnehmen, das den aktiven, verantwortungsbewussten und gestaltenden Betrachter fordert.[7]

1957 erwarb Hundertwasser einen Bauernhof am Rand der Normandie. 1958 heiratete er in Gibraltar die 16-jährige Herta Leitner. Die Ehe wurde zwei Jahre später geschieden.

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