Horst Antes
Original fünffarbiges Offset, limitierte Auflage.
Werkverzeichnis Lutze: # 483a
Auflage: 600 Exemplare, limitiert.
Editeur: Galerie Defet, Nürnberg, 1966.
Offizin: Eugen Natz, Karlsruhe.
Nachweis: Werksverzeichnis Bernd Lutze, 1976, Werknummer 483a
Passepartout: 40 cm x 50 cm, Schrägschnitt, pastell-creme, Museumsqualität.
Rückwand: 40 cm x 50 cm, farblich auf die Graphik abgestimmt, ebenfalls Museumsqualität.
Graphikblatt: 19,8 cm x 19,8 cm (ca.)
Ausschnitt Passepartout: 24 cm x 24 cm, Schrägschnitt
Zustand: Montiert auf sehr hochwertigem Museumskarton.
Umrahmt durch ein starkes Schrägschnitt-Passepartout.
Lieferung in Schutzhülle.
Horst Antes: (1936 Heppenheim - lebt in Berlin, Karlsruhe und Florenz). Am 28. Oktober 1936 wird Horst Antes in Heppenheim an der Bergstraße geboren. Nach seinem Abitur studiert er von 1957 bis 1959 an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei dem bedeutenden Holzschneider HAP Grieshaber. Bereits 1959 wird das Werk des Künstlers mit zwei Preisen geehrt, dem Kunstpreis der Stadt Hannover und dem Pankofer-Preis anlässlich des Deutschen Kunstpreises der Jugend. In seiner frühen Malerei sucht Antes einen Weg zwischen figurativer Malerei und dem Informel. Zu seinen Vorbildern gehört vor allem Willem de Kooning. Um 1960 findet Antes in dem Motiv des "Kopffüßlers" eine Form, die ihn seitdem in zahllosen Variationen und Abwandlungen sowie verschiedenen künstlerischen Techniken fast ausschließlich beschäftigt. 1963 Ist sein "Kopffüßler" mit neuen Inhaltlichen und stilistischen Prämissen voll ausgeprägt und wird auch verbindlich für das in diesem Jahr einsetzende plastische Werk. In den 1960er Jahren erhält der Künstler mehrere Stipendien und Auszeichnungen, darunter 1962 den Villa-Romana-Preis In Florenz sowie 1963 das Stipendium der Villa Massimo in Rom. Drei Jahre später übernimmt Antes mit gerade 29 Jahren einen Lehrauftrag an der Akademie in Karlsruhe. Es folgen 1967 bis 1973 eine Professur ebendort sowie eine einjährige Gastprofessur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Die Lehrtätigkeit an der Karlsruher Akademie nimmt der Künstler 1984 wieder auf und unterrichtet dort weitere 16 Jahre. Die Landeshauptstadt Stuttgart verleiht ihm 1989 den Hans-Molfenter-Preis. Seit 1990 lebt und arbeitet Antes in Karlsruhe, Florenz und Berlin. Neben Gemälden und Druckgrafiken umfasst Antes' Werk auch Skulpturen im öffentlichen Raum. 1991 wurde sein Werk mit dem Großen Preis der Biennale, Sao Paula, ausgezeichnet. Er gehörte zu den ersten der jüngeren Malergeneration, die das Informel und den Tachismus der 50er Jahre hinter sich ließen und eine neue figurative Bildsprache entwickelten. Die Erfindung des "Kopffüßlers" wurde für Antes' Kunst zum Erkennungszeichen.
Technik: Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren. Er entstand aus dem Steindruck und beruht auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten verschiedener Stoffe. Prinzip des Offsetdrucks: Der moderne Offsetdruck ist eine Weiterentwicklung der 1789 von Alois Senefelder erfundenen Lithographie (ebenfalls ein Flachdruckverfahren). Dabei wurden Steinplatten als Druckformen mittels Handpressung verwendet. Sowohl die Papierzuführung als auch die Abnahme nach dem Druck erfolgte per Hand. Im Laufe der Jahre wurden statt der Steinplatten biegsame Metallplatten als Druckformen benutzt. Meistens wurde von Zinkplatten gedruckt. In diesem Zusammenhang ergab sich das Problem, dass von den Zinkplatten nicht auf Blechtafeln (hart auf hart) gedruckt werden konnte. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein elastischer Gummizylinder zwischengeschaltet. Hierdurch entstand der indirekte Flachdruck, beziehungsweise der indirekte Gummidruck, der später in den Offsetmaschinen angewendet wurde.Der Druckstock ist hierbei chemisch bearbeitet bzw. mikrorauh. Die druckenden fetthaltigen Formbestandteile (z.B. Zeichnungen) werden mit Tusche, Fettkreide, Fettstiften oder auf photographischem Wege aufgetragen und nehmen die Farbe besser an als das Feuchtwasser (oleophile und hydrophobe Bereiche). Die Restfläche wird hydrophil aufbereitet und stößt die Farbe im folgenden Druckprozess ab. Die druckenden Stellen auf der Druckplatte sind fettfreundlich (lipophil) und wassermeidend (hydrophob), daher nehmen sie die Druckfarbe an. An den nicht druckenden Stellen wird das Wasser (Feuchtmittel) angenommen (hydrophil). Die nicht druckenden Stellen werden zunächst von dem Feuchtwerk mit einem dünnen Feuchtmittelfilm benetzt und danach wird auf die druckenden Stellen Druckfarbe von den Farbauftragswalzen des Farbwerks aufgetragen. Das Druckbild wird erst an einen Gummizylinder abgegeben und von diesem auf den Bedruckstoff übertragen. Man bezeichnet es daher als ein indirektes Druckverfahren.
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