Gemälde (Oel auf Leinwand) des Kunstmalers August Herzog, geb. 1885 in Fruthwilen, gest. 1959 in Ermatingen. Als sein Vater früh starb, musste seine Mutter den kleinen Bauernbetrieb aufgeben und mit den Kindern nach Ermatingen ziehen. Nach seiner Schulzeit absolvierte Herzog von 1901 bis 1904 eine Lehre als Dekorationsmaler. Anschliessend lebte er in Zürich, später in Basel. In beiden Städten besuchte er zwecks Weiterbildung in den Wintersemestern die Kusntgewerbeschulen. Für seine weitere Ausbildung ging er über Frankfurt am Main und Hamburg nach Berlin an die dortige Kunstakademie. Anschliessen reiste er nach Kopenhagen und Stockholm, um sich 1909 in München niederzulassen. Hier besuchte er nach bestandener Aufnahmeprüfung 1911 bis 1915 die Akademie der Bildenden Künste. Während seiner Ausbildungszeit erhielt Herzog den "Schulgelderlass für Ausländer". Er konnte regelmässig im Kunstverein München ausstellen und so seine Bilder verkaufen. 1918 konnte er die Malklasse von Adolf Hengeler leiten und wurde Mitglied in der Münchener Künstlergenossenschaft, die ihn 1927 in die Jury der Glaspalast-Ausstellung wählte. 1922 kaufte der Bayerische Staat sein Landschaftsbild "Ermatingen" und 1927 die Stadt München ein Gartenbild. Als einer der bekanntesten Münchener Maler stellte Herzog seine Bilder in den meisten grossen Städten Deutschlands aus., und seine Werke wurden in prominenten Zeitschriften reproduziert.
Von 1927 bis 1932 führten ihn Studienreisen nach Spanien, Italien, Frankreich und Österreich. 1934 kehrte Herzog wegen der politischen Lage in die Schweiz zurück und lebte bis zu seinem Lebensende bei seiner Schwester Rosa im alten Pfarrhaus in Ermatingen.
Bildmasse 57x67 cm, mit Rahmen 62x70 cm, handsigniert und datiert 1924 unten links.