Gemälde Adolphe de Siebenthal 1943
Wunderschönes Gemälde vom bekannten Schweizer Maler Adolphe de Siebenthal, signiert unten links, datiert auf 1943, Grösse 40x 37.5 cm mit äusserem Rahmen. Adolphe de Siebenthal war ein Genfer Primarlehrer und Maler der «école genevoise». Er lebte und wirkte vorwiegend in seiner Heimatstadt, wo er am 22. Februar 1895 zur Welt kam und am 2. April 1958 starb. Seine Bilder zeigen vor allem Landschaften rund um Genf. Nach eigenen Angaben war er nicht nur Genfer, sondern auch Bürger von Saanen. Er wurde 1929 Mitglied der «Société des peintres, sculpteurs et architectes suisses (SP-SAS/GSMBA)», wo er auch an Expositionen teilnahm. 1941 wurde er Aktuar der «Section de Genève» unter der Präsidentschaft des Malers Hans Berger. Er nahm seit 1925 an zahlreichen nationalen Kunstausstellungen und Turnus-Ausstellungen des Schweizerischen Kunstvereins in Zürich, Bern, Luzern und Genf teil. Weitere Ausstellungen fanden im Genfer Musée Rath statt, beispielsweise 1930 zusammen mit A. Faillettaz, M. Imbert-Jacques, W. Thaler sowie seiner damaligen Ehefrau.
Adolphe de Siebenthal heiratete 1922. Seine Frau, Germaine Glitsch (1. Dezember 1896 bis 10. April 1942) war eine angesehene Malerin, Schmuckgestalterin und Emailkünstlerin. Die Ehe wurde 1931 wieder geschieden, hatte aber einen Namensstreit zur Folge, der letztlich 1933 vom Bundesgericht beurteilt wurde und ihr erlaubte, ihre Werke mit Germaine Glitsch-ex de Siebenthal zu signieren, immerhin hatte sie bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Sie war notabene noch letztes Jahr im Zürcher Landesmuseum bei der Ausstellung «Schmuck. Material Handwerk Kunst» vertreten.
1961 und 1963 fanden die letzten beiden Ausstellungen von Adolphe de Siebenthal statt: 1961 eine Retrospektive zur Erinnerung an ihn und weitere Künstler im Institut National Genevois und 1963 eine Gedächtnisausstellung im Salle Crosnier des Genfer Palais de l’Athénée.
Quellen: Künstler-Lexikon der Schweiz XX. Jh., Bd. 2, Huber, Frauenfeld, 1958–1967; Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd.56, S. 177/78, K.G. Saur, München, Leipzig, 2007; Ulrich Christoffel, «Martin Lauterburg», Verlag F. Bruckmann, München, 1963; Journal de Genève vom 18.3.1941, S.7, 11.4.1961, S. 8, und 8.3.1963, S. 13 [Online-Ausgabe]; Mail-Korr. mit Corina Simeon am 19.2.18, visarte.schweiz-berufsverband visuelle kunst, Zürich; Mail-Korr. mit Angelica Tschachtli am 19.2.18, SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, Zürich; Mail-Korr. mit Michael Schmid am 22.2.18, Schweizerisches Kunstarchiv, Zürich; BGE 59 II 91; http://www. kunstverein.ch/fileadmin/SKV_downloads/turnus/1932_Luzern_A.pdf (25.03.2018); http:// www.kunstverein.ch/fileadmin/SKV_downloads/ turnus/1932_Luzern_B.pdf (25.03.2018); http:// www.kunstverein.ch/fileadmin/SKV_downloads/ turnus/1932_Zuerich.pdf (25.03.2018); http:// doc.rero.ch/record/277570/files/BAA_EX_103_ 1930_5326.pdf (25.03.2018).