Farblithographie des Malers und international anerkannten Kirchenmalers Ferdinand Gehr, geb. 1896 in Niederglatt SG, gest. 1996 in Altstätten SG. Gehr arbeitete zuerst als Stickereizeichner und Textillist, besuchte die Kunstgewerbeschule und lebte als Malerschüler in Florenz und Paris. Die weiteren Jahre seines Lebens verbrachte er in Altstätten. Besonders verbunden fühlte er sich mit Jean Arp. Gehr war anfänglich mit seinen Kirchenmalereien umstritten und seine Wandmalereien wurden verboten, durch Vorhänge abgedeckt und mutwillig beschädigt. Bekannt geworden ist Gehr unter anderem mit seinem Altargemälde in der Kirche der Propstei Sankt Gerold im Grossen Walsertal in Vorarlberg. Erst später wurden seine Wandgemälde enthüllt. Neben religiösen Thenen malte Gehr auch Blumenaquarelle, Eros-Darstellungen, Akte und Landschaftsbilder Später wurde ein auf klare Formen reduzierter und durch gewagte Farbkompositionen gekennzeichneter Stil typisch für ihn. Der Einfluss von Paul Cézanne ist unverkennbar. Populär sind seine farbenfrohen Holzschnitte, aus denen der Mystiker spürbar ist. Gehr war bis ein Jahr vor seinem Tod aktiv tätig.
Bildmasse 57x43 cm, passepartouriert und mit Rahmen 78x64 cm, numeriert 176/290 unten links, im Stein signiert unten rechts.