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Fritz Traffelet (1897-1954) Illustrator - Kolorierte Litho


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SCHWEIZER KUNST - Fritz Traffelet (1897-1954) Maler, Illustrator


Bild 1: Handkolorierte Lithographie von Fritz Traffelet (Format 22x29.5 cm)

Bild 2: Handkolorierte Lithographie von Fritz Traffelet Version 1 von 1926 für die Titelseite der Zeitschrift "Schweizer Spiegel" (Format 21.5x24.5 cm)

Bild 3: Handkolorierte Lithographie von Fritz Traffelet Version 2 von 1926 für die Titelseite der Zeitschrift "Schweizer Spiegel"(Format 21.5x24.5 cm)


In der Abbildung 3 sieht man eine Referenzabbildung der publizierten Titelseite für die Zeitschrift "Schweizer Spiegel" von 1926.


Der Illustrator und Maler Friedrich „Fritz“ Traffelet verbrachte im Altern von 16 Jahren einen Welschlandaufenthalt in Champagne bei Grandson, wo er die französische Sprache erlernte und den Entschluss fasste, sich der Kunst zu widmen. Doch sein Vater stimmte diesem Wunsch nur unter Bedingung zu, dass er bei ihm eine Lehre als Dekorationsmaler absolvieren müsse, damit er einen erlernten Beruf vorweisen konnte. So arbeitete Fritz Traffelet in der Werkstatt seines Vaters und studierte nebenbei die Kunstgewerbeschule in Bern. 1917 setzte er sein Studium in Zürich fort.

Schliesslich ging er 1919 nach Paris, wo er bis 1921 seine künstlerische Fähigkeiten an der Académie de la Grande Chaumière und an der Académie Julian erweiterte.

Anschliessend kehrte er nach Bern zurück, doch führten ihn Studienreisen durch zahlreiche Länder in Europa wie England, Frankreich und Italien.

Als Maler schuf er zunächst Landschaften, Stilleben und Porträts, ehe er 1933 bei der Begleitung des Infanteriebataillon 23 das Soldatenleben entdeckte und künstlerisch festhielt.

Schnell wurde er mit diesen Arbeiten bekannt und wurde als Militärmaler gefeiert.

Seine neugewonnene Popularität brachte ihm Aufträge für Wandgemälde und Glasfenster ein. Ebenfalls sehr erfolgreich gestaltete sich seine Tätigkeit

als Illustrator und er publizierte zahlreiche Arbeiten in Zeitschriften und Zeitungen aber auch in Büchern.

Zu seinen Buchillustrationen gehören "Hansli und Mareili" von Jeremias Gotthelf, "Voyageurs illustres en Suisse" von Charles Gos", "Katakombe" von Hans Müller, "Der Laupenkrieg 1339" von H. Markwalder und "Sankt Lutzisteig" von Fritz Lendi sowie eine ganze Reihe von Büchern des Schriftstellers Rudolf von Tavel wie "Veteranezyt", "Ring i der Chetti", "Der Frondeur", "D'Frou Kätheli und ihri Buebe", "D'Haselmuus", "Die heilige Flamme", "Götti und Gotteli", "Gueti Gschpane", "Schweizer daheim und draussen", "Unspunne", "Meischter und Ritter", "Jä gäll, so geits", "Ds verlorne Lied", "Der Stern vo Buebebärg", "Der Houpme Lombach", "Der Donnergueg", "Bernbiet" und "Am Kaminfüür".

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde auch Fritz Traffelet eingezogen und er fertigte in dieser Zeit zahlreiche weitere militärische Motive als Maler an.

Den Bekanntheitsgrad, den Fritz Traffelet mit diesen Bilder erreichte, widerspiegelte sich auch im Roman „Der Richter und sein Henker“ von Friedrich Dürrenmatt, der Traffelet darin namentlich nannte.

Fritz Traffelet gestaltete auch zahlreiche Plakata wie "S.F.A.V. - Länderkampf" (29), "Schaffhauser Wolle" (33), "Eidg. Schwing- und Älplerfest" (34), "Bürgerhaus Maskenball" (36), "Jedermann - Bern" (37), Filmplakat "Gilberte de Courgenay" (41), "100 Jahre Schweizer Bahnen" (47) und "Pour les voyages en famille" (47).

Desweiteren steuerte er regelmässig Illustrationen für die Zeitschrift "Schweizer Spiegel" bei.


Eine seiner letzten Arbeiten war die Gestaltung der Broschüre zum Berner Festzug von 1953.

1954 verstarb Fritz Traffelet im Alter von 57 Jahren in Bern an einem alten Herzleiden.

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