Bei einem Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern sofort ein neues. Ihn. Florian. Die Mutter richtet nun ihren ganzen Fokus auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernsehen, Freunde besuchen ist verboten. Er wird ständig kontrolliert. Noch als Teenager bleibt ihm kein Raum für eine eigenständige Entwicklung. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen 16 Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt. Erst nach fünf Jahren erhält Florian sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit.