Entfesselte Elemente
Katastrophenbewältigung und Solidarität im Lauf der Zeit
Quirinus Reichen
Während Jahrhunderten wurden Katastrophen als Strafe Gottes verstanden; den Opfern beizustehen war Christenpflicht. Seit der Aufklärung bemühen sich die Menschen um naturwissenschaftliche Erklärungen, üben sich in Schadensvermeidung und -begrenzung und sichern sich mit Versicherungen ab.
Aus Anlass ihres 200-Jahr-Jubiläums hat die Gebäudeversicherung des Kantons Bern das Historische Museum Bern mit einem namhaften Beitrag bedacht. Gemeinsam legen die beiden Institutionen diese Publikation vor. 24 Kapitel, beginnend im 14. Jahrhundert, erzählen von Großbränden, Bergstürzen, Überschwemmungen und anderen Schadensfällen sowie von ihrer Bekämpfung, von Prävention und von solidarischer Hilfe bei der Bewältigung der Folgen.
Die Gründung der Berner Brandversicherung im Jahr 1807 ist eine epochale Leistung, ein Zeugnis von Einsicht, Solidarität und Verantwortung. Sie steht am Anfang der großen Institutionen, die die moderne Gesellschaftsentwicklung prägten.
Betr. u. a. die Geschichte der Gebäudeversicherung Bern, den Stadtbrand von Bern (1405), die Kanderableitung (1714), den Brand von Huttwil (1834), die Wassernot im Emmental, den Brand des Grimsel-Hospizes, den Brand von Meiringen (1891), das Unwetter an der Lenk (1930), die Explosion in Mitholz (1947), den Brand an der Junkerngasse in Bern (1997) und das Unwetter von 2005 in Brienz.
Bernisches Historisches Museum, 2006
64 Seiten, Ill., 28cm
Zustand gut