Perry Anderson
War der überlebensgroße Gandhi wirklich der gewaltlose Guru, dem die Inder als dem Ahnherrn der Unabhängigkeit huldigen? War sein Schüler und Nachfolger Nehru tatsächlich jener klug zwischen politischen Blöcken hindurchsteuernde Erbauer des modernen indischen Staats, der sich erfolgreich um das soziale Gleichgewicht wie um den Weltgeltungsanspruch seines Landes kümmerte? Darf Indien sich als "größte Demokratie der Welt" bezeichnen, obwohl die Rechte von Frauen sowie von nationalen und religiösen Minderheiten mit den Füßen hinduistischer Nationalisten getreten werden. Perry Anderson analysiert, wie schon am Beispiel der Türkei, auf welch fragwürdigen Säulen bis heute das indische Selbstverständnis beruht. Diese kurze Analyse des modernen Indien wirft einen scharfen Blick auf seine verklärte Vergangenheit, seine schwierige Gegenwart und seine unsichere Zukunft.
Perry Anderson, geboren 1938 in Irland, ist britischer Historiker und lebt in Berkeley und London. Bei Berenberg erschienen seine Studie "Nach Atatürk. Die Türken und ihr Staat" (2009) und "Eine verspätete Begegnung. Geschichte meines Vaters in China 1914-1941" (2010).
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Berenberg Verlag GmbH; Auflage: 1 (12. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937834702
ISBN-13: 978-3937834702
Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 2,2 x 23,1 cm
REZENSIONEN:
»Der englische Historiker räumt auf mir den Gründerfiguren wie Gandhi und Nehru und legt deren abstruse Gedankengebäude frei.«
HANNES HINTERMEIER, FAZ
»Ein außerordentlich differenziertes Bild eines widersprüchlichen Landes.«
SHIRIN SOJITRAWALLA, DEUTSCHLANDFUNK
»Ein akribisch recherchiertes Buch.«
DOMINIK MÜLLER, WDR5
»Eine spannende Lektüre für jeden […], der an der Geschichte Indiens interessiert ist.«
SÜDASIEN
»Eine brillante Studie.«
ULRICH BARON, NEUE GESELLSCHAFT/FRANKFURTER HEFTE
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