Der Scheik von Aachen
Der Antiquitätenhändler Marzahn, bei dem Anita nach ihrem Umzug aus Zürich eine Anstellung findet, ist ein zutiefst zynischer Mensch. Gerade deshalb ist er von Anitas naiver Schwärmerei für den Amateur-Bergsteiger Mario fasziniert für den sie ihr Leben in der Schweiz aufgegeben hat und zurück in ihre Heimatstadt Aachen gezogen ist. Besessen versucht er ihr die Liebe in all ihren Schattierungen zwischen Tragik und Lächerlichkeit zu erklären. Auch die Geschichten, die Anita in Anlehnung an Wilhelm Hauffs Zyklus «Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven» ihrer Tante jeden Nachmittag zu deren Zerstreuung erzählt, kreisen um dasselbe Thema. Meist indirekt, denn Anita verbindet mit Emmi aufgrund eines Todesfalls ein familiäres Schweigegebot…
Brigitte Kronauer, 1940 in Essen geboren, studierte Germanistik und Pädagogik und war bis 1971 als Lehrerin in Aachen und Göttingen tätig. Von 1974 an bis zu ihrem Tod 2019 lebte sie in Hamburg. Bereits ihr erster Roman, «Frau Mühlenbeck im Gehäus», der 1980 erschien, erregte große Aufmerksamkeit. Sie veröffentlichte mehrere Romane, Erzählungen und Essays. Ihr schriftstellerisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2005 mit dem Georg-Büchner-Preis 2011 erhielt sie den Jean-Paul-Preis und 2017 den Thomas Mann-Preis..
Taschenbuch 398 Seiten.
dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Münche, 2. Auflage 2019
ISBN 978-3-423-14667-8
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