Antikes indisches Bild
Unsigniert
Bildmaße: 39 x 35 cm
Rahmenmaße: 14 x 10 cm
Mischtechnik auf Papier
Details siehe Fotos.
Dieses Gemälde zeigt den Hindu-Gott Ganesha, eine der meistverehrten Figuren der indischen religiösen Kunst. Das Bild stammt vermutlich aus dem traditionellen indischen Miniatur- oder Wandmalereistil und entstand wahrscheinlich zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert. Der genaue Ursprung lässt sich jedoch anhand des Bildes allein schwer bestimmen. Das gealterte Papier, die verblassten Farben und die feinen Linien lassen vermuten, dass es aus einer Handschrift, einer Tempelwandmalerei oder einem Andachtsbuch stammen könnte.
Im Zentrum sitzt Ganesha, sofort erkennbar an seinem roten Elefantenkopf, dem geschwungenen Rüssel und dem runden menschlichen Körper. Er trägt eine goldene Krone und Schmuck, Symbole göttlicher Autorität und des Wohlstands. Seine Haltung ist ruhig und feierlich und deutet auf einen Moment der Anbetung oder Opfergabe hin.
Die Gottheit wird mit mehreren Armen dargestellt, ein häufiges Motiv in der hinduistischen Ikonographie, das übernatürliche Macht und die Fähigkeit, mehrere göttliche Funktionen gleichzeitig auszuüben, symbolisiert. In seinen Händen hält er rituelle Gegenstände und Süßigkeiten:
Eine Schale mit runden Süßigkeiten, vermutlich Modaks oder Laddus, die eng mit Ganesha verbunden sind und spirituelle Belohnungen und Fülle symbolisieren.
Ein rituelles Werkzeug, das einer Axt oder einem Stachel ähnelt und traditionell die Beseitigung von Hindernissen und die Führung der Gläubigen zur Weisheit repräsentiert.
Ein Gefäß oder Topf, oft mit Wohlstand und heiligen Opfergaben assoziiert.
Zu beiden Seiten stehen weibliche Begleiterinnen oder Gläubige, die Opfergaben darbringen. Ihre Kleidung – lange Röcke, Schmuck und Schleier – spiegelt die historische nordindische Hofmode wider, die häufig in der Miniaturmalerei zu sehen ist.
Zu Ganeshas Füßen befindet sich eine kleine schwarze Maus, sein traditionelles Reittier (Vahana). In der hinduistischen Symbolik repräsentiert die Maus Begierde oder unruhige Bewegung, die die Gottheit kontrolliert und beherrscht.
Künstlerischer Stil
Das Gemälde verwendet:
Flächendecken anstelle realistischer Schattierungen
Feine schwarze Konturen
Stilisierte Gesichtsprofile
Dekorative Verzierungen
Erdpigmente und Mineralfarben
Diese Merkmale sind charakteristisch für verschiedene indische Malerschulen, insbesondere für die indische Miniaturmalerei aus Regionen wie Rajasthan oder dem Himalaya-Vorland.
Die abgenutzte Oberfläche, Flecken und der Pigmentverlust verleihen dem Werk historische Tiefe. Anstatt es zu mindern, unterstreicht diese Alterung die spirituelle Bedeutung des Gemäldes und seine Geschichte im Laufe der Zeit.
Symbolische Bedeutung
Ganesha wird traditionell verehrt als:
Beseitiger von Hindernissen
Schutzpatron des Neubeginns
Gottheit der Weisheit, des Lernens und des Wohlstands
Gemälde wie dieses wurden oft für die private Andacht, Feste, Manuskripte oder den Tempelgebrauch geschaffen. Die Opferszene spiegelt Ehrfurcht, rituelle Sorgfalt und die innige Beziehung zwischen Gläubigen und dem Göttlichen in der hinduistischen Bildkultur wider.
Die Gesamtstimmung ist trotz der Schlichtheit der Komposition sanft und feierlich. Das sanfte Verblassen der Pigmente verleiht dem Bild eine beinahe zeitlose, meditative Wirkung.
Details zum Zustand entnehmen Sie bitte den Fotos. Beachten Sie auch meine anderen Angebote! Weitere Werke bekannter und interessanter Künstler folgen in Kürze. Viel Erfolg beim Bieten und viel Glück dem nächsten Gewinner!