Acrylgemälde von Hans Krusi, monogrammiert H.K.
Acrylgemälde von Hans Krusi
Monogrammiert H.K.
Rahmenmaße: 42 x 55 cm
Bildgröße: 23 x 32 cm
Acryl auf Karton/Papier
Details siehe Fotos.
Welches ist Hans Krusis teuerstes Gemälde? Seit 2000 liegt der Auktionsrekord für dieses Werk bei 39.577 USD für das Wandbild „Weinkeller“, das 2016 bei Koller Zürich versteigert wurde.
KRÜSI, HANS
* 15.4.1920 SPEICHER, † 9.9.1995 ST. GALLEN
Maler und Zeichner. Hans Krusi wuchs bei Pflegeeltern und im Waisenhaus in Speicher auf. Seine Mutter lernte er erst mit 16 Jahren, ein Jahr vor ihrem Tod, näher kennen. Seinen Vater hat er nie gesehen. Nach acht Jahren Volksschule wollte Krüsi eine Gärtnerlehre beginnen, was ihm jedoch verwehrt blieb. Von 1936 bis 1942 arbeitete er als Landarbeiter im Thurgau, anschließend mehrere Jahre, hauptsächlich als Gärtnergehilfe, in den Kantonen Zürich und Waadt sowie in der Berner Stadtgärtnerei. 1947 kehrte Hans Krüsi in die Ostschweiz zurück. Ein Jahr später ließ er sich in St. Gallen nieder und machte sich selbstständig. Fast täglich pendelte er mit dem Zug von St. Gallen nach Zürich und verkaufte Blumen an der Bahnhofstrasse. Um 1975 begann er zu malen und zu zeichnen. 1975/76 stellte Krüsi erstmals im Blumengeschäft Hans Fischer in St. Gallen aus. Für wenige Franken verkaufte er seine Werke an seinem Blumenstand, in Restaurants in der Nachbarschaft, an der Bahn und auf den Flohmärkten Zürichs. So wurden auch Künstler auf seine Arbeiten aufmerksam. Ausstellungen in der Galerie Buchmann in St. Gallen und in der Galerie Anton Meier in Genf im Jahr 1981 machten ihn einem breiteren Publikum bekannt. Dadurch war Krüsi nicht mehr auf den Blumenverkauf angewiesen und konnte sich ganz seiner künstlerischen Arbeit widmen. 1990 fanden Retrospektiven im Museum im Lagerhaus St. Gallen und in der Collection de l'art brut Lausanne statt, 1995 im Kunstmuseum des Kantons Thurgau in der Kartause Ittingen. Hans Krüsi begann schon früh autodidaktisch zu fotografieren, teils mit gebrauchten Kameras. Später fertigte er auch eigene Tonaufnahmen an: Darauf waren unter anderem Kuh- und Kirchenglocken, menschliche Stimmen und das Summen von Wespen zu hören. Als er mit 55 Jahren regelmäßig zu zeichnen und zu malen begann, schuf der Blumenhändler ein umfangreiches zeichnerisches und malerisches Werk. Die Serviettenzeichnungen, die er zunächst zusammen mit seinen Blumen verkauft, stehen am Anfang: Krüsi zeichnet mit Filzstiften auf Papierservietten, die er anschließend auf den auseinandergefalteten Servietten überarbeitet und ergänzt. Auch in seinen Werken aus zusammengeklebten und übermalten Milchkartons sowie in seinen objektartigen Kuhmaschinen aus aufgerollten, sich bewegenden Papierstreifen, die er mit langen Kuhreihen bemalt, spielt Krüsi mit der seriellen Wiederholung ähnlicher Bildelemente.
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