Ashanti-Goldgewichte (Akan-Gewichte oder Mrammou) sind kunstvolle, meist aus Messing gefertigte Kleinskulpturen aus Westafrika (Ghana), die vom 15. bis ins frühe 20. Jahrhundert als Gegengewichte zum Abwiegen von Goldstaub dienten. Sie wurden im Wachsausschmelzverfahren hergestellt, weshalb jedes Stück ein Unikat ist, und spiegeln in geometrischen oder figürlichen Formen Sprichwörter, soziale Ereignisse und Geschichten wider.
Die Gewichte bestehen überwiegend aus Messing (Legierung aus Kupfer und Zink). Sie wurden in der sogenannten „verlorenen Form“ (Wachsausschmelzverfahren) gegossen.
Numismatikforum
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Funktion: Sie dienten als standardisiertes Messsystem für Goldstaub, der bis zur britischen Kolonialisierung und dem Verbot im Jahr 1899 das primäre Zahlungsmittel war.
Formenvielfalt: Man unterscheidet zwei Hauptarten:
Geometrische Formen: Frühere Gewichte, oft mit feinen Linien, Punkten oder Kreisen verziert, die auf komplexe Weise für spezifische Gewichtseinheiten standen.
Figürliche Formen: Spätere Gewichte, die Menschen, Tiere (Fische, Vögel), Pflanzen oder Alltagsgegenstände darstellen und oft Sprichwörter symbolisieren.
Kulturelle Bedeutung: Ein vollständiger Satz Gewichte, aufbewahrt in speziellen Beuteln, war ein Zeichen für den sozialen Status und Wohlstand eines Akan-Händlers.
Königsgewichte: Besonders große, kunstvolle Gewichte, wie die Darstellungen von Fischen, wurden für königliche Abgaben genutzt.