Konvolut von 40 Bleiplomben aus byzantinischer Zeit, überwiegend vollständig und mit unterschiedlich gut erhaltener Oberfläche. Einige Stücke zeigen noch klar erkennbare Bildmotive, Kreuze oder Büsten. Ein ausgezeichnetes Studien- und Forschungslos zur Darstellung byzantinischer Verwaltung und privater Schriftgutübermittlung.
Geschichtlicher Kontext:
Byzantinische Bleisiegel (Bullae) wurden über mehr als eintausend Jahre zur Versiegelung und Beglaubigung von Dokumenten verwendet — darunter kaiserliche Erlasse, militärische Befehle, Steueranweisungen und kirchliche Schreiben. Die meisten Siegel zeigen religiöse Symbole, Christusmonogramme oder Portraits von Beamten. Viele zugehörige Dokumente sind nicht überliefert, sodass die Siegel selbst oft die einzigen Zeugnisse verlorener Verwaltungsakten bilden. Ihre stärkste Verbreitung fällt in das 7.–12. Jahrhundert, die Blütephase byzantinischer Verwaltung und kirchlicher Macht. Jede Plombe ist ein greifbares Fragment imperialer Bürokratie und Kommunikation.