Lithographie des Malers, Grafikers, Zeichners und Holzbildhauers Hans Schweizer, geb. 1942 in Herisau. Hans Schweizer wächst als zweites von vier Kindern einer Bauern-und Zimmermannsfamilie in St. Peterzell auf. Von 1957 bis 1960 absolviert er eine Lehre als Schaufensterdekorateur und besucht Kurse an der Kunstgewerbeschule St. Gallen. 1962 lernte er in Paris beim bekannten Radierer Johnny Friedlaender. 1962 bis 1964 Mitarbeit im Atelier Büchel/Nüesch in Teufen für die Landesausstellung 1964. 1964 bis 1968 Übersiedlung nach Paris. Studium an der Ecole Supérieure des Beaux-Arts. 1968 Rückkehr in die Schweiz nach Genf und St. Gallen. Nach weiteren Aufenthalten in Canada und Westberlin weilte er in Teufen und in der Roten Fabrik in Zürich. Seit 1990 lebt und arbeitet er in Strahlholz in der Gemeinde Gais AR.
Schweizers Werk ist inhaltlich wie formal breit angelegt. Das Frühwerk entsteht noch im Stil lokaler Bauernmalerei. Während seines Parisaufenthalts kreiert Schweizer Arbeiten auf Papier mit surrealistisch-fantastischen Bildfindungen bis hin zu hyperrealistischen Stillleben mit Alltagsgegenständen. Abstrakte Werkphasen lösen sich ab durch figurative und landschaftliche Wiedergaben aus Eindrücken ausländischer Aufenthalte. Vielfältig sind auch die verwendeten Materialien wie Oel, Kreide, Acryl und Sand.
Stefanie Kasper fasst sein Werk wie folgt zusammen: Es vereinigt Abstraktion und Figuration, Fantastik und Realismus, Regionalismus und Globalisierung, Geschichte und Gegenwart. Im Zusammenspiel von Mensch, Landschaft und Dingwelt vermittelt es eine individuelle Sicht auf die Kunst- und Weltentwicklung seit den 1960er-Jahren. Die stilistischen wie inhaltlichen Brüche stehen für eine konstante Selbstreflexion und Weltorientierung.
Blattgrösse 65x50 cm, auf Büttenapier, epreuve d'artiste VI/VII (das sechste von sieben selbst handgedruckten Blättern, datiert 1994 mit Widmung. Ohne Rahmen. Tadelloser Zustand.