OFDB Filmkritiken
Bewaffnete Provinz Terroristen überfallen den Supermarkt des Kongressabgeordneten Sam (Malkovich) und haben mit ihm noch eine Hühnchen zu rupfen. Doch diese haben die Rechnung nicht mit Sam`s Schwiegersohn Kyle (Tyrese Gibson) einem Ex Marine gemacht, der sich nun seine Brötchen als Sozialarbeiter verdient und sich ebenfalls in dem Supermarkt aufhält. Somit kommt der Rachefeldzug ins schwanken und...
...natürlich hab ich hier eindeutig mehr erwartet. Malkovich drehte ja eins mit Filmgrössen wie Eastwood und ist inzwischen am Bodensatz der Direct to DVD Welt angekommen - und wird hier positiv aufgenommen. Ich selbst liebe ja solche kleinen Filme, die sich der schnellen Unterhaltung widmen, jedoch torkelt Rogue Hostage 93min lang durch die Gegend, ohne ansatzweise solide Terror Unterhaltung abzuliefern - sowas erwarte ich bei dieser Art Movie.
Das Ding wird zu einem harmlosen Katz und Maus Spiel im Supermarkt, bei dem Kyle völlig ungefährlich durch die Regale eiert und sich kriegstraumatisch zwischen Gemüsestand und Kühltruhe seiner Psychose und Kriegs Flashbacks widmet. Ist schon klar muss ja verarbeitet werden, interessiert mich bei dieser Art Film jedoch einen Scheissdreck und wenn ich traumatisierte Kriegsrückkehrer sehen möchte, pfeife ich mir Geboren am 4. Juli rein. Man versucht erst gar nicht Tyrese Gibson als Actioner in Szene zu inszenieren und verschwenden mit Michael Jai White aus der dritten Reihe einiges an Potential und nimmt den eigentlichen Actionstar relativ früh aus dem Rennen. Somit versteht sich von alleine wo der Film hin will und was er dem Zuschauer verkaufen will.
Alles sehr harmlos uns träge runtergekurbelt und mit einer hilflos überforderten Hauptbesetzung ausgeschmückt, verliere ich nach und nach das Interesse an dem hysterischen Over Acting Getue im Discounter. Das letzte Drittel wird dann unter roten Notlicht abgefilmt, dass Rogue Hostage wohl gefährlich erschein soll, aber am Ende einfach nur Augenkrebs erzeugt. Härtegrad ist mau und das killen der Typen total Banane, da wird zum Bespiel ein Kerl abgefackelt (sieht richtig gut aus und toll CGI getrickst- was sonst?) überlebt den Scheiss natürlich und mischt zum Ende hin fast unverbrannt wieder tüchtig mit und teilt aus - echt bei solchen Filmen wirst du doch selbst als hartgesottener Actionfan nur noch verarscht. Das Ganze stammt von Director Jon Keeyes, der halt eher kleinere Brötchen für die Filmindustrie backt - geht ja auch total in Ordnung, aber Rogue Hostage gehört sicherlich nicht zu seinen bestens Werken.
Fazit: Provinz Stirb langsam in Kleinstadt Supermarkt Terror, bei dem der richtige Actionstar auf der Ersatzbank sitzt. Muss man echt nicht gesehen haben und nur Actionallesgucker zu empfehlen.