Paul Rudin 1923 Aquarell
Grösse: mit Rahmen 41 x 31 cm
Signatur: signiert.
Rahmen: Im Rahmen aus Holz gerahmt. (Beachten sie die Fotos)
Zustand: Gut - aufhängefertig!
Sehr Schönes Gemälde!
Wir akzeptieren TWINT
Wir verschicken Weltweit
Paul Rudin wurde 1880 in einer Künstlerfamilie in Binningen am Stadtrand von Basel geboren. Sein Vater Emil Rudin (1846-1927) war Dekorationsmaler und als Restaurator von Kirchen und historischen Gebäuden tätig. Paul setzte die künstlerische Tätigkeit seines Vaters fort. Nach einigen Jahren zur Ausbildung in Paris in verschiedenen Malateliers trat er eine Stelle als Bühnenbildner am Stadttheater Basel an.
Neben seiner Tätigkeit als Kulissenmaler war er insbesondere auch als Laternen- und Plakatmaler für die Basler Fasnacht bekannt. Zudem schuf er Entwürfe für Sujets. Ganz entscheidend war seine Rolle bei der Entwicklung der Basler Künstlerlarven ab 1921. Fortgesetzt und weiterentwickelt wurde dieses Werk von Alphonse „Fuffi“ Magne (1906-1965) und Adolf Tschudin (1896-1945), die beide bei ihm das Kaschieren von Larven gelernt hatten.
Sein Sohn Adrian Rudin (1915-1998) trat in seine künstlerischen Fußstapfen und war als Kunstmaler und Bildhauer tätig.
Weitere Informationen
Einen bis heute prägenden Einfluss auf das einzigartige Gesicht der Basler Fasnacht erlang Paul Rudin 1921. Damals schuf er die ersten Basler Künstlerlarven.
Davor wurden die Larven aus Italien, Frankreich und Deutschland importiert, wobei insbesondere die Produktion in den Maskenfabriken im Thüringer Wald rund um Sonneberg, Ohrdruf und Manebach eine große Rolle spielte. Doch 1921 entschied sich die Fasnachtsgesellschaft Olympia für das Sujet „Moderne Kunst“, eine Persiflage auf die Politik des staatlichen Basler Kunstkredits. Der Entwurf von Paul Rudin sah eine kubistisch gezeichnete Larve vor. Jedoch fand sich in den Katalogen der Maskenfabriken keine geeignete Larve und so wurde Paul Rudin angefragt, eine passende Larve zu fertigen. Dieser kaschierte im Malersaal des Theaters mit einer modellierten Gipsform, Zeitungspapier und geleimter Kulissenleinwand nach einigen Versuchen die ersten einigermaßen brauchbaren Larven.
Die Technik von Paul Rudin setzte sich in Basel schnell durch. Emil Métraux waren diese ersten Larven aufgefallen und schon 1922 stellte das Atelier Métraux & Cie. mit Unterstützung von Paul Rudin kaschierte Larven her. 1925 schrieb der Kunstkredit Basel auf Veranlassung von Métraux & Cie. einen Wettbewerb für Larvenentwürfe aus, der sehr viel Anklang in der Öffentlichkeit und bei den örtlichen Künstlern fand. Die Firma stiftete 600 Franken Preisgeld und sicherte sich im Gegenzug das Nutzungsrecht an den Entwürfen. So geschah der Durchbruch für die Basler Künstlerlarve im Atelier Métraux in Zusammenarbeit mit dem Basler Kunstkredit.
Parallel dazu warb 1925 auch Adolf Tschudin (1896-1945), der bei Rudin als Malerlehrling gelernt hatte, bekannte Basler Künstler für die Entwürfe seiner Larven an und so wurde dr‘Larve-Tschudin bald zu einem führenden Lieferanten speziell für Einzelmasken. Alphonse „Fuffi“ Magne (1906-1965), der ebenfalls bei Rudin das Kaschieren gelernt hatte, konzentrierte sich dafür auf die Herstellung von großen Stückzahlen für die Cliquen und wurde in den 1930er Jahre zum dominierenden Lieferanten.
Anfangs wurden die Larven hauptsächlich aus geleimter Leinwand hergestellt, es fanden aber auch Versuche mit gewachstem Tuch sowie mit Massen aus Holzschliff, Ton, Kreide und Leim statt. Schließlich setzt sich aber die Kaschierung mit Malerabdeckpapier durch.
Bereits nach 10 Jahren hatten sich die selbst kaschierten Larven in Basel durchgesetzt und die importierten Larven verdrängt.
Einzelheiten zum Zustand finden Sie auf den Fotos. Bitte beachten Sie meine weiteren Angebote! Weitere Werke bekannter und interessanter Künstler werden hier in naher Zukunft folgen. Viel Spaß beim Bieten und viel Glück für den nächsten Gewinner!