Lithographie des Malers und Grafikers Hans Erni, geb. 1909 in Luzern, gest. 2015 ebenda. Nach Lehren als Vermessungstechniker und Bauzeichner begann Erni 1927 ein Kunststudium in Luzern. 1929 reiste er erstmals nach Paris, wo er den Jahreswettbewerb der Académie Julian gewann. Weil er Ausländer war, wurde ihm der Preis nicht ausbezahlt. Zehn Jahre später war er bei diesem Wettbewerb Jurymitglied. Von 1929 bis 1933 hielt er sich abwechselnd in Luzern und Paris auf. In jener Zeit machte er Bekanntschaft mit Picasso und Braque. Im Auftrag des Kunstmuseums Luzern organisierte er eine Ausstellung mit Picasso.
In seiner ersten Lebenshälfte trieb er aktiv Sort, engagierte sich intensiv dafür, weshalb er auch viele Bilder zu diesem Thema malte und auch Medaillen für Weltmeisterschaften gestaltete. Erni blieb wegen seiner anhaltenden Popularität lange Zeit umstritten. Seine Rehabilitation erfolgte 1966. Er wurde mit Kunst- und Kulturpreisen ausgezeichnet, obwohl ihn Schweizer Museen noch weiterhin boykottierten. Erni war künstlerisch ausserordentlich aktiv mit Lithgrafien, Plakaten, Wandbildern und Medaillen. Er entwarf auch Briefmarken und sogar eine Banknotenserie 1938. Die Serie wurde gedruckt, aber als Reserveserie nie in Umlauf gebracht.
Bildausschnitt 71x50 cm, passepartouriert und mit Metallrahmen 90x68 cm, numeriert 41/150 unten links, handsigniert unten rechts. Das Bild stellt den bekannten griechischen Mathematiker Pythagoras dar, welcher entdeckte, dass in einem rechtwinkligen Dreieck die Summe der Kathetenquadrate gleich gross ist wie das Hypothenusenquadrat. Die entsprechende Skizze ist im Bild zu erkennen.