Antiker römischer Billon-Follis des Constantius I. Chlorus, geprägt während seiner Zeit als Caesar unter der Tetrarchie. Die Münze stammt aus der afrikanischen Münzstätte Karthago und gehört zu den charakteristischen lokalen Emissionen der diokletianischen Reformzeit.
Avers:
Belorbeerter Kopf des Constantius I. Chlorus nach rechts.
Umschrift: CONSTANTIVS NOB CAES
Revers:
Personifikation von Carthago stehend frontal, Kopf nach links gewandt. In der rechten Hand hält sie Ähren, in der linken einen Palmzweig mit Datteln, Symbole für Fruchtbarkeit, Wohlstand und die zentrale Rolle Afrikas in der Getreideversorgung des Römischen Reiches.
Umschrift: SALVIS AVGG ET CAESS FEL KART
(„Zum Heil der Augusti und Caesares – glückliches Karthago“)
Exergue: Γ (Offizin der Münzstätte Karthago)
Dieser Revers-Typ hebt die Loyalität und Prosperität der Provinz Africa hervor und zählt zu den markanten afrikanischen Prägungen der Tetrarchiezeit. Attraktives und historisch aussagekräftiges Original der römischen Spätantike.
Historischer Kontext
Constantius I. Chlorus war einer der vier Herrscher der von Diokletian geschaffenen Tetrarchie und verwaltete als Caesar die westlichen Provinzen des Römischen Reiches. Er galt als erfolgreicher Militär und effizienter Verwalter, insbesondere in Gallien und Britannien. Große historische Bedeutung erlangte er als Vater Konstantins des Großen, der später Alleinherrscher wurde und die Geschichte des Reiches nachhaltig prägte.
27mm, 7.55g