OFDB Filmkritiken:
Nachdem Reiss Gibbons (Alex Montagnani) seinen Halbschwergewichtstitel in der MMA-Organisation Legends zum fünften Mal verteidigt hat, stehen ihm die Türen zu lukrativen Werbedeals und Hollywoodfilmen offen. Legends-Präsidentin Max Black (Gina Gershon) arbeitet derweil schon an seinem nächsten Kampf: Der Pro-Wrestling-Champion Randy Stone (Jon Moxley) soll zu Promotionszwecken ins MMA wechseln und als Herausforderer antreten. Gibbons kann den Kampf verständlicherweise nicht ernst nehmen, doch schon bald beendet ein gezielter Uppercut nicht nur seine Siegesserie, sondern auch die Träume vom großen Geld, denn keine Firma möchte einen Verlierer für ihr Produkt werben lassen. Verzweifelt bemüht er sich um ein Rematch, doch Stone hat Blut geleckt und steht dafür nicht zur Verfügung, da er seine Augen nun auf den Schwergewichtstitel gerichtet hat. Wird Gibbons endgültig an der Niederlage zerbrechen oder kann er sich aufraffen und zu seinem alten Selbst zurückfinden?
Zwischen zwei Sportwelten
Während die Prämisse des Films für Unwissende auf den ersten Blick grotesk wirken mag, gibt es tatsächlich mehrere Präzendenzfälle von Pro-Wrestlern, welche ins MMA wechselten. Das bekannteste unrühmliche Beispiel ist sicherlich CM Punk mit seinen zwei UFC-Kämpfen, während Jake Hager bei Bellator schon eine bessere Figur abgibt. Der umgekehrte Fall ist vielleicht sogar üblicher, oder zumindest erfolgsgekrönter. Nachdem sie der UFC den Rücken kehrte, führte Ronda Rousey ihre Karriere bei der WWE weiter; Cain Velasquez hatte dort ebenfalls einen kurzen Auftritt – und bei Brock Lesnar könnten manche Leute heutzutage wohl gar nicht mehr sagen, ob er seine Ursprünge im MMA oder im Wrestling hat, so relevant wie er für beide war und ist. „Wrestling ist fake“ wird gerne gerufen, in Wahrheit ist es allerdings geskriptet. Tatsächlich haben die beiden Sportarten mehr gemeinsam, als es zuerst scheint. So manche Promo für einen MMA-Kampf könnte direkt aus dem Wrestling stammen, auch an Drama und persönlichen Zwists und Fehden mangelt es dem MMA sicher nicht.