Fein gearbeitete antike Brosche mit zahlreichen facettierten pinkroten und grünen Farbsteinen.
Das ursprüngliche Schmuckelement dürfte aus dem 19. Jahrhundert stammen, möglicherweise aus der ersten bis zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach meiner Einschätzung wurde das ältere Schmuckelement später, vermutlich etwa in den 1950er-Jahren, zu einer Brosche umgearbeitet. Auf der Rückseite sind die spätere Broschenmontierung und entsprechende Lötstellen erkennbar.
Besonders schön ist die äusserst aufwendige Goldschmiedearbeit: Zahlreiche sehr feine, ketten- bzw. kordelartig gearbeitete Goldstränge wurden zu einem dreidimensionalen, fast geflochten wirkenden Schmuckkörper verarbeitet. In der erhöhten Mitte befinden sich zahlreiche einzeln in Krappen gefasste, facettierte Farbsteine.
Die Steine erscheinen pink-/himbeerrot und kräftig grün und zeigen eine sehr schöne Brillanz. Nach Erscheinungsbild kommen beispielsweise Rubin/pinker Saphir oder Turmalin sowie bei den grünen Steinen grüner Turmalin infrage. Eine gemmologische Bestimmung wurde jedoch nicht durchgeführt, daher wird die genaue Steinart ausdrücklich nicht zugesichert.
Das Gold wurde mittels Säuretest geprüft. Die Probe hält bei 8 Karat, somit Hinweis auf mindestens 333er Gold . Eine Punze ist nicht vorhanden.
Gewicht: ca. 11–12 g
Gold: Säuretest bis 8 Karat positiv, ungepunzt
Steine: pinkrote und grüne facettierte Farbsteine, nicht gemmologisch bestimmt
Alter: Schmuckelement vermutlich 19. Jahrhundert; spätere Umarbeitung zur Brosche wahrscheinlich
Ein wunderschönes und ungewöhnliches Stück alter Goldschmiedekunst mit besonders aufwendiger Verarbeitung.
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