Glasfenster mit Darstellung des Wappens von Graubünden.
Die Geschichte der Glasmalerei reicht weit zurück und begann im frühen Mittelalter mit der Verwendung in Kirchengebäuden. Im Laufe der Jahrhunderte fand sie auch im weltlichen Bereich Anwendung, beispielsweise als dekoratives Paneel für Wohnhäuser und öffentliche Räume. Oftmals zeigten die Paneele Wappen, Porträts oder kunstvolle Muster. Die Handwerkskunst besteht darin, farbiges Glas in Formen zu schneiden und diese mit Bleistreifen zusammenzufügen – eine Technik, die sich bis heute kaum verändert hat.Das abgebildete Wappen mit einem Steinbock ist eng mit dem Schweizer Kanton Graubünden verbunden. Der Gruß „Grüezi Wohl“ ist eine traditionelle schweizerdeutsche Anrede und unterstreicht die Schweizer Herkunft. Solche Paneele wurden häufig als Dekorationsgegenstände oder Souvenirs in Auftrag gegeben und spiegelten den regionalen Stolz und die Identität wider. Sie erfreuten sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert großer Beliebtheit.