Es handelt sich um ein viktorianisches „Geburtsei“ (Birthing Egg) aus mattem Biskuitporzellan (unglasiert), was der Figur das typische samtig-weiche Aussehen verleiht. Es ist eine historische Biskuitporzellan-Figur (Putto/Baby im Ei), allerdings ist bei diesem Ei das Alter unbekannt (kein Stempel etc.). Die Figur stammt aus dem Setzkasten der Grossmutter eines Sammlers.
Medizinischer/Kultureller Brauch: Im späten 19. Jahrhundert (Viktorianische Ära) wurden diese Eier von Hebammen an schwangere Frauen während der Wehen übergeben.
Zweck: Die werdenden Mütter sollten das Ei während des Pressens so fest wie möglich drücken, um den Schmerz zu kanalisieren. Das Porzellan wurde extra dickwandig gefertigt, damit es unter dem hohen Druck nicht zerbricht (hat leider doch einen Haarriss, der aber kaum sichtbar ist)
Das Design: Auf der Vorderseite schaut das Gesicht des Babys heraus, während auf dieser Rückseite traditionell das Gesäß und die Beinchen des Babys (oft humorvoll als „Baby-Po“) durch eine zweite Öffnung zu sehen sind. Nach der Geburt wurden die Eier oft als Andenken mit den Geburtsdaten des Kindes beschriftet (dieses hat keine Inschrift).
Gussnaht: Auf beiden Seiten des Eies ist eine feine, durchgehende Linie zu erkennen. Dies ist die Gussnaht der Gussform (Mold Line), die bei der Herstellung von Hohlkörperfiguren entsteht. Bei antiken Stücken wurde diese oft per Hand geglättet, bleibt im Laufe der Jahrzehnte durch feine Staubablagerungen jedoch gut sichtbar
Bemalung: Das Gesicht und die Arme sind dezent mit sanften Pastelltönen handbemalt (rosige Wangen, blaue Augen), was charakteristisch für Stücke aus dem späten 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ist.
Masse: Länge 7 cm / Höhe 4.2 cm, Breite 4.5 cm
Defekte: oben vom Kopf bis Fuss ein kleiner Haarriss.
Der kleine Finger der rechten Hand hat eine kleine Abplatzung.
Verkauf Schweiz und Lichtenstein
Nichtraucherhaushalt
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