OFDB Filmkritiken:
Moderner Tarzan als deutsche 3D-CGI-Animation
JayJay Greystock ist ein Ururenkel des Dschungel-Kindes des 19. Jahrhunderts. Als Kind schwärmt er von Tarzan, der Urwald ist sein Abenteuerspielplatz. Die Idylle zerbricht, als seine Eltern bei einem Unfall sterben. Gorilla-Mutter Kala adoptiert das Waisenkind.
Zehn Jahre später ist JayJay zum Teenager gereift. Unsterblich verliebt er sich in die Touristin Jane. Seine Heimat muss Tarzan gegen zwei mächtige Gegner verteidigen. Der tollwütige und grausame Gorilla Tublat terrorisiert den ganzen Clan, während Mensch William Clayton das Paradies zerstören will. Der skrupellose Chef eines Energie-Multis sucht nach einem Stein, dessen Kraft die Energieprobleme der Menschheit lösen soll.
Tarzan kehrt 2014 als atemberaubendes Event-Kino made in Germany auf die Leinwand zurück. 100 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Tarzan-Abenteuers aus der Feder von Edgar Rice Burroughs, schreibt der deutsche Regisseur Reinhard Klooss die Legende der Greystocks als actionsreiche und farbenfrohe 3D-CGI-Animation für die ganze Familie fort. Sein Dschungel steckt in den Studios und Computern der Münchner Bavaria Studios.
"Ich Tarzan, du Jane" machte Johnny Weissmüller ("Tarzan, der Affenmensch") unsterblich. Der muskelbepackte Schwimm-Olympiasieger schwang sich ab 1932 von Liane zu Liane. Lex Barker und Christopher Lambert hielten in weiteren Leinwandabenteuern die Legende am Leben. In ihre Fußstapfen tritt nun nicht nur als englische Synchronstimme Kellan Lutz, der Emmett Cullen aus der "Twilight"-Saga.
Afrika hat Kellan Lutz für die moderne Coming-of-Age-Story nie betreten. Er hangelt in Europas größter Filmhalle Seile hoch und schwingt sich über Reckstangen. Neben ihm klettern Stuntleute geschwind über Holzgerüste und meistern akrobatische Kunststücke. Sie stecken in schwarzen Anzügen mit weißen, blauen und rote Punkten. Minisender übertragen jede Bewegung an Computer, die die Bilder schon am Set in Lendenschurz-bekleidete Urwald-Helden und Gorillas umwandeln.
Danach werden sie mit fotorealistischen 3D-Aufnahmen des ugandischen Urwalds kombiniert. Motion-Capture heißt dieses Verfahren, dass Robert Zemeckis für "Der Polarexpress" einsetzte