Orig. Pressefoto aus dem Jahre 1968
25.3 x 20.5 cm
guter Zustand
rechter Rand kleiner Einriss, linke untere Ecke mit Knick - trotzdem sehr sammelwürdig
Roger Staub (* 1. Juli 1936 in Arosa; † 30. Juni 1974 in Verbier) war ein Schweizer Skirennfahrer und Eishockeyspieler.
In seiner Jugend hatte Staub nicht nur Talent auf Skiern, sondern spielte auch erfolgreich Eishockey beim EHC Arosa, mit welchem er in der Position eines Stürmers Schweizer Meister wurde. Erst als er 1955 bei den Schweizer Juniorenmeisterschaften alle drei ausgetragenen Rennen gewann, entschied er sich endgültig für das Skifahren. Bei den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina d’Ampezzo erreichte er in der Abfahrt den vierten Platz.
Zwei Jahre später, bei der Skiweltmeisterschaft 1958 in Badgastein, gewann er drei Medaillen: Silber in der Abfahrt, Bronze im Riesenslalom und Bronze in der Kombination. Dennoch stand er medial im Schatten des überlegenen Toni Sailer, der bei dieser Veranstaltung dreimal Erster und einmal Zweiter wurde. Mit Sailer verband ihn zeit seines Lebens eine enge persönliche Freundschaft.
Roger Staubs grösste Erfolge konnte er bei den Olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley feiern, als er – wie seine Clubkollegin Yvonne Rüegg – Olympiasieger im Riesenslalom wurde. Zunächst hatte er geglaubt, wieder nur Zweiter geworden zu sein, da der Platzsprecher eine falsche Zeit angegeben hatte. Erst nach einer Viertelstunde stand Staubs Olympiasieg definitiv fest. Darüber hinaus wurde er neunfacher Schweizer Meister (fünfmal im Riesenslalom, dreimal in der Kombination und einmal in der Abfahrt).
Ende der Saison 1960/61 trat Staub vom aktiven Spitzensport zurück und widmete sich fortan dem Aufbau seiner eigenen Skischule, die bis 1974 bestand und unter anderem den Skiakrobaten Art Furrer als Lehrer beschäftigte. Neben seiner weiteren Tätigkeit als Wintersportleiter in Vail (Colorado) arbeitete er als Sportartikelhändler in Arosa. Ausserdem entwickelte er die Roger-Staub-Mütze, eine Kopfbedeckung, die den ganzen Kopf bedeckt und nur die Augen freilässt. In seiner Freizeit fuhr er Wasserski und errang auch in dieser Sportart einige Schweizer Meistertitel. Weiter war er erfolgreicher Tennisspieler und Jäger. Staub gehörte zu den ersten Skifahrern, die Skishows mit Trickskieinlagen aufführten.[1] So machten ihn seine aussergewöhnlichen akrobatischen Fähigkeiten beispielsweise zu einem der Höhepunkte im Skifilm Die Snowboys aus Arosa von Ruedi Homberger.
Roger Staub war ein Onkel des ehemaligen Schweizer Eishockey-Nationalspielers Heini Staub.
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