Ich habe vor Jahre so gekauft, nie getestet, aber es scheint dass alle Teilen vorhanden sind.
Verkauf als defekt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erkannte Enrico Piaggio, dass Außenbordmotoren im Bereich der praktischen Nutzung weitgehend fehlten. Er sah das große Potenzial, diese Technik aus dem Rennsport in den Alltag zu übertragen – sowohl für Freizeitkapitäne als auch für Berufstätige auf dem Wasser. Aufgrund seiner familiären Verbundenheit mit der Seefahrt – die Familie Piaggio stammt aus Genua – beschloss er, diese kleine Revolution selbst voranzutreiben. Als einer der Ersten erkannte er den enormen Nutzen und das Entwicklungspotenzial eines solchen Motors. Dahinter stand dieselbe Philosophie, die bereits zur Entwicklung der Vespa geführt hatte: Zweckmäßigkeit, einfache Handhabung und Wirtschaftlichkeit.
Gegen Ende des Jahres 1947 herrschte bei Piaggio daher reger Entwicklungsbetrieb. Corradino d’Ascanio, Goffredo De Betta und das gesamte Konstruktionsteam arbeiteten intensiv an der Entwicklung des neuen Außenbordmotors. Besonderes Augenmerk galt der rotierenden Wasserpumpe für die Kühlung, die bewusst als Wasserkühlung ausgelegt werden sollte. Im Jahr 1948 nahm das Projekt konkrete Gestalt an. Nach seiner Vorstellung auf der Mailänder Messe im April 1949 wurde der Motor im Mai desselben Jahres am Idroscalo von Mailand offiziell vorgestellt und auf den Namen „Vespa del Mare“ getauft. Der Erfolg stellte sich sofort ein.
Piaggio beschränkte sich jedoch nicht allein auf den Moscone-Außenbordmotor. Das Unternehmen entwickelte zugleich ein speziell darauf abgestimmtes Boot – gewissermaßen ein frühes Komplettpaket („Package“) aus Boot und Motor. Ziel war es, nicht nur den Bedarf an Außenbordmotoren zu decken, sondern ein vollständiges Produkt anzubieten. Das Boot war ein Rumpf vom Typ Dinghy und wurde in den Werften von Finale Ligure in der Provinz Savona gebaut, die von Enricos Bruder Armando Piaggio geleitet wurden.