Der Oberheim Matrix-6R (erschienen 1986) ist die 19-Zoll-Rack-Version (3 HE) des analogen Synthesizers Matrix-6 und eine kompaktere, überarbeitete Variante des legendären Matrix-12 bzw. Xpander. Er gilt bis heute als Geheimtipp für dichte analoge Flächen, breite Bläsersounds und komplexe Texturen.
Klangerzeugung und Architektur
- Stimmen & Oszillatoren: 6 analoge Stimmen mit je zwei digital gesteuerten analogen Oszillatoren (DCOs). DCOs sorgen für exzellente Stimmstabilität, behalten aber dank analoger Signalwege die klangliche Wärme. Wellenformen: Sägezahn, Dreieck, modulierbare Pulswelle sowie Rauschgenerator.
- Filter (VCF): 24 dB/Oktave (4-Pol) Tiefpassfilter pro Stimme, basierend auf dem integrierten CEM 3396-Chip (Curtis Electromusic Specialties). Das Filter reicht bis zur Eigenschwingung und prägt den typisch seidig-warmen Oberheim-Grundcharakter.
- Envelopes & LFOs: Pro Stimme stehen drei DADSR-Hüllkurven und zwei Multishape-LFOs sowie ein dritter globaler LFO (für Gesamt-Modulationen) zur Verfügung.
- Modulationsmatrix: Das Kernstück des Synthesizers. Sie erlaubt es, bis zu 10 freie Modulationspfade routen zu können. Nahezu jede Quelle (LFOs, Hüllkurven, Velocity, Aftertouch, Key-Tracking, Controller) lässt sich mit flexiblen Abschwächern auf nahezu jedes Modulationsziel lenken.