Lagerspuren ansonsten ungebrauchtes Exemplar
Inhalt in einem Satz: Eine zwischen 1924 und 1926 verfasste Sammlung von 23 düsteren, surrealen und symbolischen Prosagedichten, in denen Lu Xun die gesellschaftliche Dunkelheit Chinas sowie seine eigenen existenziellen Krisen seziert.
Die Handlung und Thematik im Detail:
Historischer Hintergrund: Die Texte entstanden mitten in den blutigen politischen Unruhen in Peking in den 1920er-Anjahren (u. a. das Massaker vom 18. März). Da offene Kritik an den Warlord-Regimen lebensgefährlich war, wählte Lu Xun eine hochgradig verschlüsselte, metaphorische Sprache.
Surreale Motive & Traumwelten: Die 23 Stücke (darunter berühmte Texte wie „Herbstnacht“, „Schnee“, „Die Bettler“ oder „Das Epitaff“) sind voll von Geistererscheinungen, sprechenden Tieren, vertrockneten Blättern und albtraumhaften Sequenzen, in denen Figuren teils der eigenen Leiche gegenüberstehen.
Existenzphilosophie: Unter den wilden Gräsern verbirgt sich eine tiefe Auseinandersetzung mit Einsamkeit, Tod, Verzweiflung, aber auch dem unbedingten Willen zum Widerstand und dem Suchen nach Hoffnung in einer grausamen Welt.
Besonderheit dieser Ausgabe: Als deutsch-chinesisches Textbuch ist es ein unschätzbares Arbeitsmaterial für Sprachlernende und Sinologen, um den originalen Sprachrhythmus Lu Xuns direkt mit der deutschen Übersetzung abzugleichen.
- Herausgeber : Verlag für fremdsprachige Literatur 2002
- SC mit 112 S.
- Sprache : Chinesisch, Deutsch
- ISBN-10 : 7119029770
- ISBN-13 : 9787119029771
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