Klassischer Serviettenring, höchstwahrscheinlich aus versilbertem Metall oder echtem Silber.
- Die Form: Die zylindrische Form mit den leicht ausgestellten Rändern ist typisch für die europäische Tischkultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Man schob die zusammengerollte Stoffserviette hindurch.
- Das Dekor: Das Muster auf der Außenseite sieht nach einer sogenannten Guillochierung aus – einer mechanischen Gravur, die oft bei Silberwaren verwendet wurde.
- Zustand: Die dunklen Stellen sind typische Oxidationsspuren (Patina), wie sie bei Silber oder versilberten Objekten durch den Kontakt mit Schwefel in der Luft entstehen.
Zweck und Geschichte
Früher hatte jedes Familienmitglied seinen eigenen, oft individuell gravierten Serviettenring. Da Stoffservietten nicht nach jeder Mahlzeit gewaschen wurden, diente der Ring dazu, die Servietten der verschiedenen Personen hygienisch voneinander zu trennen, bis sie am nächsten Tag wieder benutzt wurden.