KARL DICK (Schweiz, 1884-1967)


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Wandgemälde - Entwurf, Aquarell auf Papier, 1920, signiert
  • Künstler: Karl Dick (Schweiz, 1884-1967).
  • Titel: Ohne Titel.        
  • Jahrgang: 1920.
  • Format:  360 x 440 mm.
  • Technik: Aquarell auf Papier.
  • Bezeichnet: Signiert und datiert.
  • Auflagehöhe: Unikat.
  • Zustand: Ordentlich.
  • Literatur:   ---
  • Anmerkung: Vorstudie eines nicht ausgeführten Wandgemäldes.
  • Provenienz: Privatsammlung, Basel.      
  • Zu Künstler und Werk: Karl Dick verlor im Alter von 12 Jahren seinen Vater, der damals als Pfarrer in Büsingen tätig war. 1897 Übersiedlung nach Basel. Bis 1903 Besuch des Humanistischen Gymnasiums in Basel. Seit der Gymnasialzeit lebenslange Freundschaft mit dem Maler Jean-Jacques Lüscher und dem Missionar Paul Burckhardt. 1903 erster Zeichenunterricht bei Rudolf Löw in Basel, danach Schulung in Florenz und auf Elba durch seinen Onkel Wilhelm Balmer. 1905–06 erster Studienaufenthalt in Paris und Besuch der Académie Julian unter Jean-Paul Laurens. 1906–07 Militärdienst in Deutschland. 1907–09 tätig in Basel an der von Hermann Meyer neu eröffneten Kunstschule, zunächst als Schüler, später als Lehrer. 1909–1910 mit Stipendium zweiter längerer Studienaufenthalt in Paris. Freundschaft und künstlerischer Austausch mit den Basler Malerkollegen Paul Basilius Barth, Numa Donzé, Jean-Jacques Lüscher und Ernesto Schiess. 1914–18 Kriegsdienst in Deutschland, Verletzungen an der rechten Hand. Ab 1919 mühsame Wiederaufnahme der Malerei. 1919 durch Intervention des Basler Kunstvereins Rückkehr des deutschen Staatsbürgers in die Schweiz, Teilnahme an der Ausstellung Basler Kunst 1900–1919 . Ab 1921 mehrmalige Aufenthalte in Italien, Griechenland und 1930 in Frankreich. Zunehmende Bedeutung der Landschaftsmalerei. Ab 1935 vorwiegend schweizerische Landschaftsmotive. Daneben zahlreiche private und öffentliche Aufträge als Porträtmaler und -zeichner. Gelegentlich Lithografien für Buchillustrationen. Ab 1936 Schweizer Bürger. Aktivdienst im Zweiten Weltkrieg. Mitglied, später Ehrenmitglied der Basler Künstlergesellschaft. Langjähriges Mitglied der GSMBA. Dicks Werk ist geprägt vom engen Zusammenschluss mit seinen Basler Malerfreunden, die sich gemeinsam von der Böcklin-Tradition lösen wollten. Der Schritt von einer idealisierenden, mythologischen und historischen Malerei zu einer realistischen, direkten Umsetzung der Motive sollte Basels Anschluss an die europäische Kunst ermöglichen. Diese als «Dunkeltonige» und schliesslich als Basels Klassische Malergeneration bezeichnete Künstlergruppierung mag im Vergleich zur Pariser Avantgarde konventionell wirken, für Basel hingegen waren ihre Arbeiten geradezu revolutionär. Beeinflusst von Courbet, Manet, den Impressionisten, van Gogh und Cézanne findet Dick zu seinem künstlerischen Ziel. Gleichwohl ist er unter seinen Malerkollegen der Konservativste. In der Bildnismalerei überwindet Dick die Dunkeltonigkeit der Anfangszeit; die Malweise wird pastoser und weicher. So gilt das Bildnis der Polin (1910) als eines der herausragendsten Werke. Einen ersten Höhepunkt erreicht Dick in den Jahren 1908–1914 durch die starke Herausarbeitung des Hell-Dunkel-Kontrastes im Knabenbildnis von 1908, im Porträt der Mutter von 1911 und im Doppelbildnis Heinrich Müller und Karl Dick von 1910. Ab 1912 Tendenz zu mehr Helligkeit und verstärkter Farbigkeit in den südlichen Landschaften. In den Aquarellen zeigt sich Dick fortschrittlicher als in der Ölmalerei gleicher Thematik, beispielsweise in Volterra I und Volterra II von 1931, wo die Natur zu einer bewegten Erscheinung aus Licht und Farbe wird; in der Landschaft Am Bodensee von 1935 Hinwendung zu einer in Farbflecken aufgelösten und abstrahierenden Farbkomposition. Dicks grosses Zeichentalent zeigt sich in zahlreichen Zeichnungen und Studien zu Kinderbildnissen, Menschen und Tieren in Aktion; Stilleben und Akte sind seltener vertreten. Ehrung des Künstlers mit Ausstellungen zu seinem 50., 60. und 70. Geburtstag in der Kunsthalle Basel und 1968 mit einer Retrospektive. Werke: Öffentliche Kunstsammlung Basel, Kunstmuseum und Kupferstichkabinett; Basel, Sammlung des Kunstvereins; Basel, Basler Versicherungsgesellschaft; Bern, Berner Allgemeine Versicherungsgesellschaft. Sibylle E. Burckhardt, 1998 (Quelle: Sikart).

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