OPTI - Aargauer Jasskarten 10 Pack
Lieferumfang:
10 x Pack / Deck à 36 Aargauer Jass Karten ❀
- Deutschschweizer Bild, OPTI - JASS, = grosse Zahlen (bekannt auch als AHV-Karten)
- mit gespiegeltem Aargauer - Wappen auf Karten-Rückseite
- 36 Karten, verpackt im Celophan mit Aufreisslasche.
- Kartengrösse Standart: 57 x 89 mm
- Neu, Originalverpackt und ungeöffnet.
- Ladenpreis 4.90 - 5.40 ( pro Pack.)
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Der Aargau ist ein Jasskanton: Es gibt regionale und kantonale Meisterschaften, auf dem Rhein
und dem Hallwilersee verkehren Jass-Schiffe. Und auch das grösste Jassturnier der Schweiz,
der «Muni-Jass» in Boswil, findet jedes Jahr im November im Aargau statt.
Was den Aargau als Jasskanton einzigartig macht, ist aber nicht das Verbindende, sondern das
Trennende: die Jassgrenze. Sie verläuft von Süden nach Norden durch den ganzen Kanton,
mehrheitlich der Reuss und ab Brugg der Aare entlang. Im einstigen Berner Aargau, im Fricktal
und im Bezirk Zurzach westlich der Aare wird mit französischen Karten gejasst –
im Zurzibiet östlich der Aare, im Bezirk Baden und im Freiamt mit schweizerdeutschen Karten.
Die Jassgrenze trennt gar Orte, etwa in Windisch das Ober- vom Unterdorf, oder Nachbargemeinden
wie Mülligen und Birmenstorf. Bis heute gibt es keine abschliessende Antwort darauf, wie die
Jassgrenze zustande kam. Für den Brugger Historiker Titus Meier ist der ehemalige Stadtstaat Bern
eine mögliche Erklärung. Er bestand von 1415 bis 1798 und reichte von Nyon bis Brugg, die Reuss
war Grenzlinie.
Jedenfalls: Dass auf der einen Seite der Reuss mit Ecke, Herz, Schaufel und Kreuz und auf der
anderen Seite, der unter deutschem Einfluss stehenden Grafschaft Baden, mit Schilten, Schellen,
Eicheln und Rosen (damals Federn) gespielt wurde, leuchtet ein. Weniger plausibel erscheint Titus
Meier die Theorie, wonach die Trennung viel früher stattgefunden habe: Die sogenannte Brünig-Napf-
Reuss-Linie entstand als Kulturgrenze ums Jahr 1000, als die westlichen Gebiete des heutigen
Aargaus unter burgundischem, die östlichen unter alemannischem Einfluss standen.
Das Jassen wurde aber erst im 18. Jahrhundert von Werbern für Schweizer Söldnern importiert.
Am Stammtisch hielt sich zudem lange die Vermutung, die Kartenwahl habe mit der Konfession
zu tun. Das schliesst Meier aus: «Die Reuss war zwar die Konfessionsgrenze. Aber im reformierten
Zürich hat man auch mit schweizer - deutschen Karten gespielt.»
Fakten zur Jassgrenze:
- Grenze in der Innerschweiz: Beginn beim Brünig über den Napf bis zur Reuss
- Grenze im Aargau: Reuss bis nach Brugg danach die Aare bis zum Rhein
- Die Jassgrenze entstand zur Zeit des Königreichs Burgund im Westen und des Herzogtums Schwaben im Osten vor gut 1000 Jahren
Wie hat die Jassgrenze die Jahrhunderte überlebt ? Der Döttinger Josef Zimmermann hat sich mit
dieser Frage auseinandergesetzt. Der Hobbyhistoriker erklärt es wie folgt: Die Aare war lange ein
unüberwindbares Hindernis. Auch eine Fähre konnte daran nicht viel ändern, weil sie häufig wegen
der Hochwasser nicht fahren konnten.
Im Gegensatz zu heute hatten die Gemeinden an den beiden Aareufern also keinen direkten Austausch, und entwickelten sich unterschiedlich.
So kam es dazu, so zumindest die Vermutung, dass auf der Westseite der Aare mit französischen und auf der Ostseite mit deutschen Karten gespielt wird.
Erst 1892 wurde im Zurzibiet eine erste Brücke gebaut. Damit konnten die Menschen das ganze Jahr die Aare überqueren. Somit hätten sich auch die deutschen oder französischen Karten auf beiden
Seiten ausbreiten können – was bisher aber nicht geschehen ist.
Der Jass ist in der Schweiz überaus beliebt und gilt als nationales Kartenspiel. In den unzählbaren Spielstunden einer langen Tradition wurden die Jasskarten mit dem magischen Duft gemütlicher Geselligkeit aufgeladen: sei’s am Stammtisch im «Rössli», «Hirschen» oder «Bären», sei’s zuhause in der warmen Stube, wenn es draussen Bindfäden regnet und Katzen hagelt, oder sei’s unterwegs in der Bahn zum Zeitvertreib. Jassen verbindet und bereitet Vergnügen. Das Spiel hat einen hohen Unterhaltungswert, verjagt Alltagsstress und Langeweile. Und beim Jassen ist Hirntätigkeit gefordert. Das Ziel, eine Partie zu gewinnen, ist nicht allein durch zugewiesene gute Karten zu erreichen. Für den Ausgang des Spiels sind gute Konzentration und Übung entscheidend. Auch ist es wichtig, scharf zu beobachten und die Körpersprache der Mitspielenden, insbesondere der Gegnerschaft zu registrieren. Jassen schult komplexe Wahrnehmung; die Spielenden müssen sich um Verständnis bemühen, ja gar um Einfühlung in das Gegenüber.
Info: Sie bieten hier auf ein neues 10-er Pack von je 36 Aargauer OPTI- Jasskarten !
Können gerne auch abgeholt werden, sonst + Porto. TWINT - Zahlung willkommen.