Ein Roman, der in Muße geschrieben wurde. So urteilt Simenon über diesen Roman und hofft, dass die Kritiker ihn an diesem Roman messen und nicht an dem, was er vorher produziert hat. Eines vorneweg: Es ist wie Tucholsky sagte, dass in den Romanen von Simenon eigentlich nicht viel passiert. Trotzdem kann man sie nicht weglegen, muss weiterlesen. »Die Marie vom Hafen« fällt eindeutig in diese Kategorie. Das Leben spielt sich in Bistros ab, gemächlich. Einer kommt herein, klönt ein bisschen mit den Anwesenden. Irgendwann verlässt jemand die Runde, es kommen aber zwei, drei andere hinzu und berichten, was sie gerade draußen erlebt haben. Nichtigkeiten meist, die aber so beschäftigen, dass sie die kleinen Dramen, die sich um sie herum abspielen, gar nicht mitbekommen. So ein Roman ist das.
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