Lebensdaten des Künstlers:
(1911 Aarau 1975).
Felix Hoffmann. Zirkusmanege, 1962, Litho, rechst unten in der Platte monogrammiert und datiert: FH 62 darunter von Hand signiert. Blattgrösse 69 x 50 cm. Ungerahmt.
Provenienz aus dem Nachlass Hans Vogt, Brugg.
Bei Jochen Hesse: «Felix Hoffmann». In: SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz, 2011 steht u.a.: "Kurzer Besuch 1931 an der Gewerbeschule Basel bei Arnold Fiechter, 1931–33 Studium an der Badischen Landeskunstschule Karlsruhe bei Ernst Würtenberger (Klasse für Holzschnitt und Illustration) und August Babberger sowie 1933–34 an der Vereinigte Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst in Berlin bei Hans Meid (Klasse für Radierung); Einblick in die dortige Werkstätte für Stein- und Kupferdruck. Seit 1935 in Aarau ansässig. 1935–1961 Hilfszeichenlehrer an der Bezirksschule Aarau. 1936 Heirat mit Gretel Kienscherf aus Karlsruhe, vier Kinder. 1955 Bau eines grösseren Ateliers Am Hasenberg in Aarau, wo bis zum Tod 15 Werkstattbücher entstehen.
Zwischen 1925 und 1959 entwirft Hoffmann 28 Exlibris. 1932 erster Illustrationsauftrag für ein Buch, 1938 erster Auftrag für eine Glasmalerei. 1945 zeichnet er sein erstes Märchenbilderbuch für die eigene Familie. 1946 erstes Sgraffito. 1951 Beginn der Zusammenarbeit mit dem Typografen Jan Tschichold, ab 1953 mit dem Buchgestalter und Verleger Gotthard de Beauclair. 1957 erscheint das erste Märchenbilderbuch im Sauerländer-Verlag. 1959 Kontakt zu den Zürcher Zwingli- und Flamberg-Verlagen sowie zu englischen und amerikanischen Verlegern. Zusammenarbeit mit dem Typografen Max Caflisch. 1963 erscheinen die ersten Kinderbilderbücher in Tokio und erzielen einen enormen Erfolg.
Die Buchkunst und die Glasmalerei bilden den Schwerpunkt von Felix Hoffmanns umfangreichem Schaffen. Daneben entstehen Arbeiten an Fassaden und Innenwänden sowie freie Zeichnungen, Grafiken und Gemälde.
Als international geachteter Buchkünstler illustrierte Hoffmann 86 Bücher. Seine Märchenbilderbücher sind ausser Joggeli wott go Birli schüttle (1963) Adaptionen der Märchen der Gebrüder Grimm. Sie zeichnen sich durch zurückhaltend eingesetzte Farben, einen klaren Bildaufbau, abgeschwächte räumliche Tiefenwirkung, Detailreichtum und stimmungsvolle Landschaften aus. Charakteristisch ist auch die verhaltene Dynamik der statuarischen, manchmal freigestellten Figuren. Zusammen mit Hans Fischer (Fis) und Alois Carigiet trug Hoffmann damit zur Wiederbelebung des künstlerisch gestalteten Bilderbuchs bei. Die bibliophilen Bücher zur Weltliteratur sind überwiegend mit Holzschnitten, meist in mehreren, leuchtkräftigen Farben, aber auch mit Holzstichen, Lithographien oder Radierungen versehen. Der Künstler wies der Illustration dienende Funktion als Erläuterung und bildliche Verdichtung des Textes zu."
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