Das Lesebuch „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“ hat in der Kultur- und Bildungsgeschichte der Schweiz einen ikonischen Status und gilt für eine ganze Generation als visuelles und literarisches Kulturgut. Für die Jahrgänge, die zwischen den späten 1950er- und 1970er-Jahren im Kanton Zürich (und angrenzenden Regionen) die Primarschule besuchten, ist dieses Buch untrennbar mit dem Meilenstein des Lesenlernessens verbunden. Nahezu jedes Kind hielt damals genau dieses Buch im zweiten Schuljahr in den Händen. Das Buch gilt als Paradebeispiel für die Blütezeit der Schweizer Grafik und Buchillustration nach dem Zweiten Weltkrieg. Die über 100 enthaltenen Farbstiftzeichnungen stammen von Hans Fischer (Künstlername „fis“), einem der bedeutendsten Schweizer Grafiker, Maler und Kinderbuchautoren. Seine feinen, lebendigen und humorvollen Zeichnungen hoben sich radikal von den oft steifen, moralisierenden Illustrationen älterer Schulbücher ab. Mit der Einführung dieser Buchreihe im Jahr 1957 vollzog die Zürcher Volksschule einen didaktischen Wandel. Die von Alice Hugelshofer kuratierte Textauswahl kombinierte klassische Märchen, Schweizer Sagen und kindgerechte Gedichte.
Zustand sehr gut, innen praktisch wie neu, nur auf der Rückseite fleckig (siehe Fotos).